Patienten-Versorgung zukunftsfest gestalten

Olpe..  Zum traditionellen Neujahrsempfang der Katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen versammelten sich zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Cafeteria des St. Martinus-Hospitals. Nach der von Pfarrer Clemens Steiling zelebrierten Messe begrüßte Dr. Bettina Wolf die Anwesenden, insbesondere die Jubilare.

Die Verwaltungsratvorsitzende hob hervor, dass sie den Geist der Weihnacht und den christlichen Gedanken des Miteinanders lange nicht mehr so intensiv gespürt habe. Der Besuch an Heiligabend und ihre Tätigkeit im Verwaltungsrat seien ein Ehrenamt, aber inzwischen auch eine echte Herzensangelegenheit geworden. Dass dieser Geist gepflegt werde, könne nicht genug betont werden und ihr besonderer Dank galt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die über die Feiertage ihren aufopferungsvollen Dienst geleistet hätten.

Keine Besserung

Dr. Wolf hob ferner hervor, dass es diesen Geist bei allen wirtschaftlichen Herausforderungen zu wahren gelte. Denn auch 2014 habe man erfahren, dass Krankenhäuser und Medizinische Versorgungszentren bundesweit und auch in der hiesigen Region in ihrer Existenz bedroht seien und kaum wirtschaftlich arbeiten könnten. Für das neue Jahr sei keine wirkliche Besserung in Sicht. Mit dem im Dezember letzten Jahres vorgelegten Eckpunktepapier habe die Politik die Weichen richtig gestellt, allerdings bleibe der Druck der Personalrationalisierung weiterhin bestehen. „Das Eckpunktepapier sieht leider keine Möglichkeiten zur Refinanzierung von Tarifsteigerungen oberhalb des Orientierungswertes vor“, monierte die Verwaltungsratsvorsitzende.

Mut und Kreativität gefragt

Die für Außenstehende komplex wirkende Finanzierungssystematik habe für die Krankenhäuser eine existenzielle Bedeutung. Wie schwierig es sei, eine wirtschaftliche und dabei qualitativ hochwertige Versorgung aufrecht zu erhalten, sehe man an Schließungen von Medizinischen Versorgungszentren und Entlassungen vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unmittelbarer Nachbarschaft.

„Die Patientinnen und Patienten in Olpe und Lennestadt könnten sich weiterhin darauf verlassen, dass die Einrichtungen der Hospitalgesellschaft auch in einer persönlichen Notsituation für sie da sind. „Das Ziel bleibt die Grund- und Regelversorgung im Kreis Olpe zukunftsfest zu gestalten“, so Dr. Wolf, die an die Politik appellierte, dafür Sorge zu tragen, dass die Vergütung der Krankenhäuser eine solide Finanzierung der Ressourcen für die personelle Ausstattung und gute Arbeitsbedingungen ermögliche. Die Hospitalgesellschaft setze alles daran, die Arbeitsplätze in den Häusern zu sichern und mit guten Fachkräften zu besetzen. Daraus folge die Verpflichtung, durch qualitativ und quantitativ gute Aus- und Weiterbildung dem drohenden Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

Anschließend ehrte Dr. Wolf langjährige Fachkräfte und dankte Verwaltungsmitarbeitern, Küchen- und Reinigungskräften, Haustechnikern und den Damen und Herren am Empfang sowie den vielen weiteren Ehrenamtlichen am Krankenbett und hinter den Kulissen und ermutigte die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die Zukunft der Hospitalgesellschaft mit Mut, Kreativität, Tatkraft und Ideenreichtum aktiv mitzugestalten.

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