Parkplätze sollen regensicher werden

Kirmes 2014 in Wenden - der berühmte Krammarkt zog neben den Fahrgeschäften wieder die vielen tausend Besucher in seinen Bann.
Kirmes 2014 in Wenden - der berühmte Krammarkt zog neben den Fahrgeschäften wieder die vielen tausend Besucher in seinen Bann.
Foto: WNM
Was wir bereits wissen
Weil bei stärkerem Regen die Parkplätze auf den Wiesen kaum noch zu benutzen sind, weichen die Autofahrer auf die Straßenränder aus. Das macht der Polizei zu schaffen, weil so ihr Sicherheitskonzept zur Wendener Kirmes gefährdet ist.

Wenden..  Der Countdown läuft: In zwei Monaten geht in Wenden wieder die Post ab. Das Riesenrad dreht sich, es geht rund bei der Wendschen Kärmetze. Das war auch im vergangenen Jahr so beim größten Volksfest in Südwestfalen. Was jedoch nicht rund lief bei der Kirmes 2014, war der Straßenverkehr. Hier ging teilweise nichts mehr. Parkplätze waren Mangelware.

Wesentlicher Grund war das schlechte Wetter. Die Parkplätze im Wendebachtal konnten wegen des Regens kaum genutzt werden. „Durch den Regen konnte nicht unten in der Wiese geparkt werden. Der Bauer musste die Flächen sperren“, sagte Thomas Clemens, der seit Jahren im Rathaus federführend für die Organisation der Kirmes ist, auf Anfrage unserer Zeitung. Auch die Flächen hinter dem HIT-Markt waren betroffen. Folge war eine immer größere Parkplatznot. Auf der einzigen bei der Kirmes noch vorhandenen überörtlichen Straße gab es erhebliche Staus. Im Notfall hätte es hier für Einsatzkräfte kaum ein Durchkommen gegeben.

280 befestigte Stellplätze

In einer Nachbetrachtung zur Kirmes 2014 hat die Olper Polizei dann eindeutig klargestellt, dass aufgrund dieser Verkehrssituation das für das Volksfest aufgestellte Sicherheitskonzept so nicht mehr umsetzbar sei, weil Flucht- und Retungswege im Bedarfsfall nicht zu nutzen seien. Die Gemeinde Wenden ist also zum Handeln verpflichtet. Die Zeit drängt.

„Es muss kurzfristig über ein neues Parkraumkonzept seitens der Gemeinde nachgedacht werden. Eine Befestigung der Wendebachtalwiesen wäre ein erster wichtiger Schritt, um einen sicheren Ablauf der Kirmes auch bei schlechtem Wetter zu gewährleisten“, heißt es in der Vorlage der Verwaltung für die morgige Ratssitzung. Die Kommunalpolitiker sollen über die Erstellung von 280 befestigten Parkplätzen im Wendebachtal entscheiden. Kostenpunkt: 46 600 Euro. Zudem soll Bürgermeister Brüser ermächtigt werden, Ausschreibung und Vergabe sowie die Bewirtschaftung wegen der Dringlichkeit unverzüglich durchzuführen.

Flächen sollen bewirtschaftet werden

Der Oberboden der Wiese soll im Bereich der Fahrspuren des Parkplatzes etwa 15 Zentimeter tief aufgenommen werden. Auf dem verdichteten Erdplanum wird dann ein Geogitter mit Vliesanlage verlegt und Vorsiebmaterial eingebaut. Zudem soll in der Mitte der Parkplätze ein Drainagegraben angelegt und an eine parallel zum Radweg verlaufende Sammelleitung angeschlossen werden. „Diese Ausführung gewährleistet mit einem hohen Maß an Wahrscheinlichkeit eine Wetterunabhängigkeit in der Nutzung“, so die Verwaltung. Ein Starkregenereignis sei natürlich eine Besonderheit. Aufgrund der Lage im Überschwemmungs- und Auenbereich des Baches sei eine Asphaltierung nicht zulässig.

Die Parkflächen sollen während der Kirmes bewirtschaftet werden. Dazu wird die Gemeinde Angebote einholen. Darüber hinaus müsse über die Schaffung weiterer Parkplätze nachgedacht werden, zum Beispiel nördlich des Schulzentrums, so die Verwaltung: „Um langfristig eine Lösung für die Sicherstellung geordneter Parksituationen sowie den Verkehrszu- und Abfluss der Kirmesbesucher unter Berücksichtigung der Rettungswege zu erhalten, soll das im Rahmen der Flächennutzungsplan-Neuaufstellung noch zu erarbeitende Verkehrskonzept für das Gemeindegebiet auch diese Problemstellung analysieren und Vorschläge ermitteln.“