Ordnen statt verhindern

In dem jetzt abgesteckten Bebaungsplan an der Maumker Straße (B 236) indet sich auch das Gelände der Fa. Remondis wieder
In dem jetzt abgesteckten Bebaungsplan an der Maumker Straße (B 236) indet sich auch das Gelände der Fa. Remondis wieder
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Die Stadt Lennestadt will einen Bebauungsplan für das Gewerbegebiet an der Maumker Straße in Maumke aufstellen. Damit will man Ordnung in das Miteinander von Unternehmen und Bürgerschaft vor Ort bekommen.

Maumke..  Mit der Aufstellung eines Bebauungsplans für das Gewerbegebiet „Maumker Straße (zwischen Bundesstraße 236 und Lenne) will die Stadt Lennestadt keinesfalls eine Verhinderungsplanung betreiben. Beigeordneter Karsten Schürheck: „Der Aufstellungsbeschluss hat zunächst keine unmittelbaren Auswirkungen auf die vorhandenen Betriebe. Er bietet aber die Möglichkeit, unter Umständen gewerbliche Entwicklungen im Plangebiet steuern zu können, gegebenenfalls durch Zurückstellung oder Veränderungssperren.“

Hintergrund des CDU-Antrags sind die Pläne des Entsorgers Remondis, an seinem Standort an der Bundesstraße in Maumke eine chemisch-physikalische Anlage (CP-Anlage) errichten zu wollen. Die Stadt ist also gefordert, die Interessen des Betriebes mit denen der Maumker Bevölkerung in Einklang zu bringen. In diesem Zusammenhang hat die Stadt das Unternehmen um größtmögliche Transparenz und umfassende Informationen bereits im Vorfeld gebeten. Um potenzielle Gefahren und Risiken wie mögliche Emmissionen besser einschätzen zu können.

Remondis wiederum hatte die Besichtigung einer von dem Unternehmen betriebenen derartigen CP-Anlage angeboten, um Bürger, Verwaltung und Kommunalpolitik vor Ort zu informieren. Vor Ort, das heißt in diesem Fall in Bitterfeld.

Laut Routenplaner 396 Kilometer von Lennestadt entfernt und in nur 5 Stunden und 27 Minuten flott zu erreichen. Als Alternative wurde auch die Besichtigung einer CP-Anlage in Siegen angeboten. Sicherlich das bürgerfreundlichere Ziel. Bürgermeister Hundt: „Die Verwaltung wird auf jeden Fall auch nach Bitterfeld fahren, um sich ein möglichst genaues Bild von einer derartigen Anlage zu machen.“