OBI-Farbe sorgt weiter für Kontroversen in Olpe

Obi in Olpe.
Obi in Olpe.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
OBI will 2013 in Olpe bekanntlich vom „Osterseifen“ auf das Ausstellungsgelände „Trift“ wechseln und sich vergrößern. Dagegen hat auch niemand etwas. Es stört die penetrante orangene Farbe, mit der der Baumarkt auf seiner Fassade für sich wirbt.

Olpe.. Viel weiter könnten die ,Außenpositionen’ in Sachen „OBI-Markt“ nicht auseinanderliegen: „Ich bin vom Auftritt des Investors und der OBI-Vertreter maßlos enttäuscht. Sie haben sich um keinen Millimeter bewegt“, schimpft UCW-Fraktions-Chef Udo Baubkus.

Sein FDP-Kollege Andreas Stenzel hingegen spricht von einem „absolut tragbaren Konzept“. Stenzel: „Allein der Gartenkomplex wird 60 Meter lang und aus verglastem Material. Für Volker Reichel (SPD) ist das Ganze „nicht so dramatisch. Aus meiner Sicht ist das zu akzeptieren.“ Die Rückseite des Gebäudes werde nicht orange, sondern grau und auch die Vorderseite erhalte Auflockerungen.

Und auch Peter Weber, Chef der Mehrheitsfraktion CDU, hält den Ball flach: „Man hat einen Eindruck von dem bekommen, was dort hinkommen soll, und da entschärfte es sich schon.“ Die Fassade werde zwar überwiegend orange, aber gegliedert. Es werde jedenfalls ein anderer OBI als der Betonklotz, den die Olper vom Osterseifen kennen würden. Dabei, so Weber, handle es sich aber um seine persönliche Meinung, man müsse jetzt mit dem Thema in die Fraktion.

Die Vorgeschichte: OBI plant bekanntlich, seine Zelte im ,Osterseifen’ abzubrechen und ,In der Trift’ neu und viel größer zu bauen. Doch im Bauausschuss (wir berichteten) hatte sich Widerstand formiert - nach dem Motto: „So einen roten Klotz wollen wir da nicht.“

Am Montag hatten sich schließlich u. a. Baudezernent Bernd Knaebel, der künftige Investor, zwei Vertreter von OBI und die Olper Fraktionsvorsitzenden bzw. Stellvertreter getroffen, um die Kontroverse zu klären.

Bernd Knaebel erklärte auf Anfrage, der Termin habe eher nichtöffentlichen Charakter gehabt. Die Verwaltung werde über das Ergebnis erst in der übernächsten Bauausschuss-Sitzung informieren.

Was UCW-Sprecher Baubkus gestern so auf die Palme brachte, war der plötzliche Sinneswandel seiner Kollegen angesichts einer ,scheinbar entschärften Planung’: „Zu dem, was Knaebel im Bauausschuss vorgestellt hat, hat sich nichts verändert. Wir dumme Politiker sollten mit Schema-Zeichnungen besänftigt werden.“ Für Baubkus nichts anderes als „Verschleierungstaktik“. Dabei handle es sich um ein Gebäude von insgesamt 180 m Länge und acht Metern Höhe. Und weiter: „Es ist uns kein einziges aussagekräftiges, realistisches Foto eines aktuellen OBI gezeigt worden.“ Bei eigenen Internet-Recherchen habe er festgestellt, wie ein neuer OBI tatsächlich wirke und dass es andernorts doch tatsächlich aufgelockerte Alternativen gebe. Baubkus: „Da hat man gesehen, dass sich OBI durchaus bewegen kann und dass es anders geht.“

Und wie geht es jetzt weiter? Baudezernent Knaebel: „In Kürze wird eine Bürgerversammlung stattfinden, vermutlich Anfang November.“ In einem weiteren Verfahrensschritt könnten Träger öffentlicher Belange und Bürger ihre Position vorbringen.

OBI baten wir am Montag vergeblich um eine Stellungnahme.