Noro-Virus treibt sein Unwesen

Das Noro-Virus sorgt im Olper Seniorenzentrum am Gerberweg für vermehrte Ansteckungsfälle. Ein Warnhinweis informiert Besucher am Haupteingang.
Das Noro-Virus sorgt im Olper Seniorenzentrum am Gerberweg für vermehrte Ansteckungsfälle. Ein Warnhinweis informiert Besucher am Haupteingang.
Foto: privat
In Olpe ist das Seniorenzentrum Gerberweg der Caritas betroffen, aber auch das St. Martinus-Hospital.

Olpe..  Das zunehmende Auftreten des hochinfektiösen Noro-Virus hat in einigen Kranken- und Altenpflegeeinrichtungen zu Sicherheits-Reaktionen geführt. Wie der Pressesprecher der katholischen Hospitalgesellschaft Südwestfalen, Thomas Klur, gestern auf Anfrage bestätigte, „sei eine Station im Haus betroffen“ und isoliert worden. Die genaue Zahl der Infizierten bzw. Verdachtsfälle wollte Klur nicht nennen: „Das würde irreführen, die Zahl schwankt sehr stark.“ Und weiter: „So schnell, wie es kommt, geht es auch wieder.“

Heiko Bösing, Leiter des Caritas-Seniorenzentrums Gerberweg in Olpe, hängte am vergangenen Freitag einen Warn-Hinweis an der Haupteingangstüre aus, mit dem Besucher auf den Virus hingewiesen werden.

Von Besuchen abgeraten

Dort heißt es u. a.: „Aufgrund einer sich ausbreitenden Virus-Infektion im Bereich der vollstationären Versorgung bitten wir darum, in den nächsten Tagen von Besuchen möglichst abzusehen. .... .“

Bösing: „Das ist Teil des üblichen Krisen-Managements im Rahmen unseres Hygiene-Plans." Ab einem bestimmten Moment greife das, in Sachen Noro-Virus dann, wenn sich die Zahl der Erkrankten in kurzer Zeit ungewöhnlich häuften. Derzeit habe man im Gerberweg drei nachgewiesene Noro-Infizierte, dazu etwa 20 Verdachtsfälle. Das Hinweis-Schild, so Bösing, „bedeutet ja nicht, dass wir komplett zuschließen, wir informieren potenzielle Besucher.“ Die könnten dann nicht ungehindert das Haus betreten, sondern müssten sich anmelden, um dann entsprechend den Hygienevorschriften eingewiesen und ausgerüstet zu werden.

Kein Grund zur Panik

Ein Grund zur Panik, so auch Caritas-Kreisgeschäftsführer Christoph Becker, sei die Situation im Gerberweg aber nicht: „Für Pflegeeinrichtungen ist das fast ein Alltags-Thema.“

Ähnlich die Situation im Olper Martinus-Hospital. Thomas Klur: „Eine Station ist betroffen, und da kommt auch ohne Anmeldung niemand rein.“ Das pflegende Krankenhaus-Personal erfülle dort die erhöhten Hygiene-Anforderungen, trage Schutzkittel, Mund- und Nasenschutz sowie Einmal-Handschuhe. Das Noro-Virus sei zwar „hochinfektiös“ und könne vor allem geschwächten Menschen gefährlich werden. In den Häusern der Hospitalgesellschaft, so Klur, könne er sich aber an keine „wirklich kritischen Situationen“ erinnern.

Klur: „Die Symptome sind unter anderem plötzlich und heftig auftretendes Erbrechen und Übelkeit, die zwischen etwa 12 und 48 Stunden andauern.“ Zur Vermeidung sei eine gründliche Hände-Desinfektion wichtig, nicht nur im Krankenhaus.

Kreis-Pressesprecher Hans Werner Voß wollte das Thema ebenfalls nicht allzuhoch hängen, da es fast „in jedem Januar und Februar“ auftauche und in Einrichtungen, in denen viele Menschen gepflegt oder betreut würden, häufig ähnliche Probleme zu beobachten seien.

In einer Woche von 18 auf 42

Auf die konkreten Zahlen angesprochen, informierte er gestern: „Stand jetzt haben wir für den gesamten Kreis Olpe 42 Fälle.“ Ende der 4. Kalenderwoche seien es 18 gewesen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres 6.

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