Niemals geht man so ganz...

Bilstein/Grevenbrück..  Wenn er seine Memoiren schreiben würde, es wäre wohl ein Bestseller. Denn in 25 Jahren als „Püffchen-Wirt“ in Bilstein hat Daniel Engelmann einiges erlebt. Zumeist sind es schöne Erinnerungen, sagt er. Doch jetzt ist Schluss. Nach einem Vierteljahrhundert hinterm Tresen in „Faerbers Pub“ wechselt der sympathische „Kneipier“ zum Monatsende in seine Wahlheimat Köln, um sich neuen Aufgaben im Restaurant „The Kidchen“ zu widmen.

Ein Vierteljahrhundert hinterm gleichen Zapfhahn, das schaffen heute nur noch wenige. Der gebürtige Grevenbrücker, der aus einer Gastronomiefamilie stammt und eigentlich gelernter Koch ist, heuerte im Mai 1990 im Bilsteiner Hotel „Faerber-Luig“ an, das damals im ehemaligen „Hotel Zur Post“ einen Pub einrichtete, von den Stammgästen liebevoll „Püffchen“ genannt. Seitdem hat „Daniel“ die gemütliche Kneipe nachhaltig geprägt.

Immer gut drauf, sympathisch und für jeden Spaß zu haben - unter anderem als Karnevalsprinz in Bilstein - mixte er nicht nur leckere Coctails für jeden Geschmack, sondern hatte für jeden Gast, ob Seminargast, Geschäftsreisender, Urlauber, Promi auf der Durchreise oder Stammtischbruder immer ein offenes Ohr. Wenn es sein musste - bis tief in die Nacht.

Wunderschöne Zeit

Zum 25. Geburtstag des „Püffchens“ vor einigen Tagen ließen sich viele Stammgäste blicken, um ihm Lebewohl zu sagen. Dass ihm der Abschied nach 25 Jahren in Bilstein nicht ganz leicht fällt, ist klar. „Ich möchte mich bei allen Gästen und besonders bei meinen Stammgästen, die mir zu Freunden geworden sind, herzlich bedanken. Es war eine wunderschöne Zeit“, so der Sauerländer am Rhein. Aber niemals geht man so ganz, deshalb wird er den Schützen in Bilstein und Grevenbrück als Mitglied erhalten bleiben und seine Freunde und Kollegen in der alten Heimat ab und zu besuchen. Dann steht er aber vor und nicht mehr hinterm Tressen wie in den letzten 25 Jahren.