Niederländer willkommen

Kreis Olpe..  Die Niederländer fallen im Kreis Olpe ein - allen voran in Lennestadt. Was sich auf den ersten Blick bedrohlich anhört, hat einen eher erfreulichen Hintergrund: Wie aus den neuesten Tourismus-Zahlen des Landesamtes für Statistik hervorgeht (Vergleich Januar bis März 2014 zu 2015), sind die Gästeankünfte und die Übernachtungszahlen vor allem in Lennestadt regelrecht in die Höhe geschossen.

Clemens Lüdtke (Touristische Arbeitsgemeinschaft Lennestadt/Kirchhundem): „Die positive Entwicklung, vor allem bei den Gästen aus dem Ausland, hatte sich schon Ende 2014 abgezeichnet.“ Allen voran niederländische Hoteliers in Bilstein und Bonzel seien der Hauptgrund für den Aufschwung. Insbesondere das Hotel Bilstein (früher Faerber-Luig) locke die Landsleute.

Zahlen belegen den Trend

Die Zahlen bestätigen Lüdtke: Die Stadt Lennestadt (Betriebe mit mindestens 10 Betten) vermeldete von Januar bis März 2015 rund 14 500 Gästeankünfte, ein Plus von 37 Prozent (fast 4000). Bei den Gästen aus dem Ausland liegt das Plus bei 185 Prozent (rund 3300). Noch deftiger fällt das statistische Plus bei den Gästeübernachtungen aus. Hier legte Lennestadt im Vergleichs-Zeitraum 270 Prozent zu - in absoluter Zahl über 10 000.

Positiv hat sich auch die Entwicklung im Kreis Olpe (plus 70 und plus 123 Prozent) und in anderen Städten und Gemeinden des Kreises ausgewirkt, was die ausländischen Gäste angeht:

Attendorn vermeldet ein Plus von 16 Prozent bei Ankünften, bei den Übernachtungen von 40 Prozent.

Auch Wenden legt stark zu

In Drolshagen liegen die Steigerungsraten bei 27 (Ankünfte) und 19 Prozent (Übernachtungen), in Olpe bei 5 Prozent (Ankünfte) und 27 Prozent (Übernachtungen) und in Wenden bei 25 Prozent (Ankünfte) und 64 Prozent (Übernachtungen).

In Attendorn sanken allerdings die Gesamtzahlen: die Gästeankünfte um 4,3 Prozent, die der Übernachtungen um 20 Prozent. Allerdings hatte Attendorn im Vergleich von 2013 zu 2014 kräftig zugelegt.

In Kirchhundem war es genau umgekehrt: Hier sanken die Zahlen der ausländischen Gäste, die Gesamtzahlen stiegen dafür aber erheblich: Plus 26 Prozent bei den Ankünften und plus 31 Prozent bei den Übernachtungen.