Niederhelden startet Operation Bundesgold
19.03.2010 | 17:57 Uhr 2010-03-19T17:57:00+0100Niederhelden. Mit einer ersten Arbeitssitzung startete der Ort Niederhelden seine Operation Bundesgold. Mit viel Unterstützung und noch mehr Eigenleistung will man auch große Probleme meistern.
„Wenn nicht wir, wer dann?” Johannes Jürgens vom Organisationskomitee „Unser Dorf hat Zukunft” brachte das Selbstbewusstsein der Niederheldener für den anstehenden Bundeswettbewerb auf den Punkt.
Zur ersten Arbeitssitzung auf dem Weg zum Bundesgolddorf waren zahlreiche Bewohner gekommen, um sich auf den neusten Stand bringen zu lassen. Neben Carsten Graumann von der Stadt Attendorn gaben auch Annegret Dedden, Leiterin der Landeskommission, und Konrad Trinius vom Amt für Agrarordnung wertvolle Tipps, wie: „Bepflanzen sie Verkehrsinseln nicht mit Rosen. Die gehören in Privatgärten”.
Arbeitskreise
gegründet
Es wurden Arbeitskreise mit den Schwerpunkten Soziales, Kulturelles, Begrünung, Öffentlichkeitsarbeit, Planung und Gestaltung sowie demographischer Wandel ins Leben gerufen. Alle Anwesenden erklärten sich bereit, in mindestens einer Gruppe aktiv mitzuarbeiten. „Dabei bedenken sie”, so Annegret Dedden, „ihre Präsentation auf Landesebene wurde mit Gold prämiert. Das ist eine gute Grundlage auf der sie bauen sollten. Wenn ihnen etwas wichtig ist, wie die Lage des Bolzplatzes mitten im Ort, dann erklären sie die Hintergründe dazu, damit die Kommission ihre Intention versteht”.
Sorge macht den Niederheldenern ihre neue Ortsdurchfahrt und das damit veränderte Erscheinungsbild des Dorfes. Die Ortsdurchfahrt erhält eine sechs Meter breite Fahrbahn mit einer Schwarzdecke. Das ist Vorschrift bei Landstraßen und nicht verhandelbar. Dazu kommt ein Geh- und Radweg. Das bedeutet, dass Bäume gefällt werden müssen, was wiederum die Grünflächen reduziert. Doch gemeinsam mit der Stadt Attendorn wurde eine Lösung gefunden.
Bruchsteinmauer
an der Repe
Weg und Fahrbahn werden durch einen Grünstreifen getrennt, was ein optischer und qualitativer Gewinn sein wird. Anwohner aus Niederhelden waren bereit, dafür Teil ihrer privaten Grundstücke abzugeben. Beigeordneter Carsten Graumann verkündete, dass auch die Stadt Attendorn dafür nochmals Geld in die Hand nimmt. So soll einen Teil der Böschung mit einer Mauer aufgefangen werden, um die notwendige Fläche zu schaffen. Diese Mauer soll die gleiche Bruchsteinoptik erhalten, wie am Haus Alhbäumer. So entstehe ein ortstypisches Bild, erklärte Graumann.
Doch die Zeit drängt in Niederhelden. Am 17. August beginnt die Kommission mit ihrer Rundreise, bis dahin sollte die Maßnahme abgeschlossen sein. „Beim Ausbau und der späteren Bepflanzung ist viel Eigenleistung gefragt”, machte Carsten Graumann deutlich. „Aber diese Gemeinschaftsinitiative können sie dann beim Wettbewerb vorstellen, was wiederum Pluspunkte bringen kann.” Johannes Jürgens ist überzeugt, dass alles klappt: „So etwas funktioniert in diesem Ort.”
07:37
Niederhelden IST schön! Klar, es gibt die viel befahrene Straße, aber das ist wohl logistisch nicht anders zu händeln?! Seit meiner Kindheit, in der ich öfter in Niederhelden war als jetzt, hat sich der Ort sicher sehr verändert aber die Zeit durfte hier ja nun auch nicht stehen bleiben. Und wenn es wirklich zu einem Bundesgold kommen sollte - ich möchte zur Fete eingeladen werden:-)
18:41
Was ist denn an Niederhelden schön? Es ist und bleibt Eigenbeweihräucherung eines durchschnittlichen Sauerländer Dorfes, das durch eine verkehrsreiche Straße in zwei Hälften geteilt ist, und wo man nachts wegen Verkehrslärm nicht schlafen kann. Der Schwerlastverkehr hat überhand genommen. Er müsste raus aus dem Repetal. Alle Dörfer des Repetals müssten beruhigt werden: von süd nach nord und von west nach ost. Erst dann würde man dem Repetal insgesamt gerecht. Das hat aber bisher die Politik, vor allem die CDU, verschlafen.