Neues Café für Angehörige von Demenzkranken

Lennestadt..  Im Rahmen der 7. Lennestädter Demenzwochen hielt die Supervisorin für Marte Meo, Dr. Ursula Becker, im Rathaus in Altenhundem einen interessanten Vortrag über Kommunikation mit Menschen mit Demenz.

Dabei verdeutlichte sie anhand von Filmsequenzen aus der praktischen Arbeit die Grundelemente einer gelingenden Kommunikation und zeigte ihre Umsetzbarkeit in den Alltag. Dr. Becker betonte, dass eine gute Kontaktaufnahme über ein freundliches Gesicht, Berührung und mit freundlichem Tonfall der erste Schritt dazu sei, dass eine Kommunikation erfolgreich verlaufen kann. Sinnvoll sei es außerdem alle Informationen, die man dem Menschen mit Demenz gibt, mit passenden und eindeutigen Gesten zu unterstützen.

Kommunikation

Ein weiteres Element für das Gelingen einer Kommunikation ist für die Referentin das Warten. Menschen mit Demenz brauchen häufig länger, um Informationen zu verstehen und Aufforderungen umzusetzen. Hilfreich ist es außerdem aufmerksam zu schauen, worauf die Aufmerksamkeit des Demenzkranken gerichtet ist. Das lässt sich in der Regel gut erkennen, wenn man seinen Blicken folgt.

Angehörige von Menschen mit Demenz können ab dem 7. April im Rahmen des neuen „Angehörigencafé Demenz“ weitere Unterstützung und hilfreiche Tipps für die Betreuung erhalten. An jedem ersten Dienstag im Monat erhalten sie von 13.30 bis 15 Uhr fachliche Informationen rund um das Thema Demenz durch die Dipl. Sozialpädagogin Tanja Hilden. Mögliche Themen sind Symptome und Verlauf der Erkrankung, Kommunikation, Pflegeversicherung, Unterstützungsmöglichkeiten und vieles mehr. Nach einem kurzen theoretischen Teil haben die Teilnehmer bei einer Tasse Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, ihre individuellen Fragen und Probleme zur Sprache zu bringen. Im Sinne gegenseitiger Unterstützung erhalten sie Tipps und Anregungen von den anderen Teilnehmern.