Neues Buch über Meggener Bergbau

Zur Präsentation des neuen Buches des Fördervereins Bergbaudenkmäler begrüßten Autor Dr. Dietrich Wolff (2.v.l.) und der Vereinsvorsitzende Dr. Bruno Heide (2.v.r.) auch Landrat Frank Beckehoff und Bürgermeister Stefan Hundt (l.).
Zur Präsentation des neuen Buches des Fördervereins Bergbaudenkmäler begrüßten Autor Dr. Dietrich Wolff (2.v.l.) und der Vereinsvorsitzende Dr. Bruno Heide (2.v.r.) auch Landrat Frank Beckehoff und Bürgermeister Stefan Hundt (l.).
Foto: WP

Meggen..  „Diese Darstellung der technischen Entwicklung im Grubenbetrieb ist den Meggener Bergleuten gewidmet. Mehrere Generationen haben ihre Arbeitskraft dem Bergbau zur Verfügung gestellt, der wesentlich zur Entwicklung der Region in und um Meggen beigetragen hat. Die schwere und oft gefährliche Arbeit unter Tage hat die Bergleute untereinander zusammengeschweißt und sie zu Kumpeln werden lassen“, bringt es Dr. Dietrich Wolff im Vorwort seines neuen Buches zum Ausdruck.

Manche haben dabei ihre Gesundheit oder sogar ihr Leben verloren. „Dem technischen Fortschritt stets aufgeschlossen können die Meggener Bergleute stolz auf ihre Arbeit zurück blicken“, so Wollf. Er setzt damit einen klaren Hinweis, dass das Buch mit dem Titel „40 Jahre technische Entwicklung im Meggener Grubenbetrieb 1951 bis 1992“ den ehemaligen Arbeitern und dem technischen Fortschritt gewidmet ist. Das 128 Seiten starke Werk mit 112 Fotos und Zeichnungen stellte Dr. Wolff im Rahmen eines Diavortrages jetzt im Informationszentrum des Bergbaumuseums „Siciliaschacht“ in Meggen vor.

Ein Werk für die Nachwelt

Dr. Ing. Dietrich Wolff, Ehrenvorsitzender des Fördervereins Bergbaudenkmäler, trug in den vergangenen zwei Jahren Ereignisse, Entwicklungen, Notizen akribisch zusammen, um ein informatives Werk für die Nachwelt zu schaffen. Das Buch ist in mehrere Kapitel aufgeteilt, von der Gestell(Wagen)-Förderung im Siciliaschacht bis 1967 über die Abbauentwicklung im steilstehenden Lager und die Einführung der Gleislostechnik mit Dieselgeräten, bis hin zu speziellen Entwicklungen, Fördermengen sowie einer kurzen Biografie des Autors aufgeteilt. Der Leser erhält also ein Werk, das die Bergbauentwicklung mit fundierten Ausführungen und dazugehörigen Fotos näher bringt.

Dr. Wolff wurde nach seinem Bergbaustudium und anschließenden Auslandsaufenthalten in Schweden, Pakistan und Zypern im Jahr 1956 als Betriebsingenieur auf der Grube Meggen der Sachtleben AG eingestellt, im Jahr 1962 wurde er Betriebsleiter. Es folgten die Ernennungen zum Betriebsdirektor (1966), Bergwerksdirektor (1970) und von 1972 bis 1988 zum Geschäftsführer der Sachtleben Bergbau GmbH.

Wie Dr. Bruno Heide in seinem Grußwort betonte, hatte Dr. Wolff somit einen großen Anteil an der technischen Entwicklung der Grube und der Förderung.

„Mit der Herausgabe des dritten Bandes ist die Geschichte des Meggener Bergbaus gut dokumentiert. So wurde etwas für die Bergleute geschaffen, das nicht mehr in Vergessenheit gerät. Es zählen nicht die Veröffentlichungen, sondern die Taten und das war ein Gemeinschaftswerk vieler Bergbauleute in 140 Jahren“, sagte Dr. Bruno Heide, Vorsitzender des Fördervereins Bergbaudenkmäler. In den Jahren 2011 und 2014 veröffentlichte Dr. Heide selbst zwei informative Werke, deren Herausgeber auch der Förderverein Bergbaudenkmäler ist.