Neuer Ausbildungsleiter bei der LEWA

Ulrich Schmidt (links), scheidender Ausbildungsleiter bei der LEWA Attendorn, und sein Nachfolger Andreas Sommerhoff (rechts) mit ihrer mit ihrer Top-Auszubildenden Nicola Gutstein
Ulrich Schmidt (links), scheidender Ausbildungsleiter bei der LEWA Attendorn, und sein Nachfolger Andreas Sommerhoff (rechts) mit ihrer mit ihrer Top-Auszubildenden Nicola Gutstein
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Andreas Sommerhoff löst zum 1. Juli Ulrich Schmidt ab, der von der LEWA zu Viega wechselt.

Attendorn..  Die LEWA GmbH in Attendorn ist auch im viel gerühmten deutschen dualen Ausbildungssystem eine Besonderheit. Sie ist nicht nur eine große überbetriebliche Ausbildungsstätte für die heimische Industrie, sondern gleichzeitig ein hochtechnologisches produzierendes Unternehmen, in dem die Auszubildenden ihre erlernten Fähigkeiten „am lebenden Objekt“, so Ulrich Schmidt, erproben können.

Das werden sie ab morgen unter neuer Leitung tun, denn Ulrich Schmidt verlässt die LEWA nach elf Jahren als Ausbildungsleiter und wechselt in dieser Funktion zur Attendorner Weltfirma Viega. Bei der Suche nach einem Nachfolger entschied man sich bei der LEWA für Andreas Sommerhoff und damit für eine interne Lösung.

Der 45-jährige Finnentroper ist seit sieben Jahr bei der LEWA. Zuvor lernte er Werkzeugmacher, machte den Industrie- und den Feinwerkmechanikermeister. Seit 1996 ist Andreas Sommerhoff in der Ausbildung tätig, zunächst bei der Handwerkskammer in Arnsberg und dann am Berufskolleg in Neheim-Hüsten, von wo aus er 2008 zur LEWA wechselte.

Mehr als nur Feilen im Grundlehrgang

Fast alle heimischen Unternehmen schicken ihre technischen Auszubildenden zur LEWA. Entweder „für den ungeliebten Grundlehrgang“, so Ulrich Schmidt, in dem den Berufseinsteigern die Grundfertigkeiten im Umgang mit dem Werkstoff Metall beigebracht werden, wobei weitaus mehr als das ungeliebte Feilen auf dem Programm steht. Oder für die diversen Fachlehrgänge, die die LEWA ebenfalls anbietet.

Bisher haben sich bereits 130 junge Menschen für den Grundlehrgang angemeldet, der am 1. September beginnt. Erfahrungsgemäß werden es aber noch mehr werden. Im Vorjahr waren es knapp 180.

Um den gestiegenen Anforderungen in der Betreuung der angehenden Facharbeiter besser gerecht werden zu können, wird der Grundlehrgang erstmals gestaffelt zum 1.9., 1.12. und 1.2.2016 beginnen.

Tolle Prüfung abgelegt

Das Frauen trotz der immer noch geringen Quote von „durchschnittlich nur zwei bis vier Prozent“, so Ulrich Schmidt, in technischen Berufen ihren Mann stehen können, beweist Nicola Gutstein. Die 21-Jährige Zerspanungsmechanikerin aus Finnentrop lieferte jetzt mit 99,4 Prozent in der praktischen und einer Durchschnittsnote von 1,5 in der schriftlichen Prüfung ein Top-Ergebnis ab. Zur Belohnung erhielt sie einen Blumenstrauß und einen Gutschein über 200 Euro für Konzertkarten.

Darüber hinaus kann sie ein halbes Jahr als Ausbilderin bei der LEWA arbeiten. Danach möchte sie in weiteren Betrieben praktische Berufserfahrung sammeln und sich nebenberuflich zur Technischen Fachwirtin fortbilden.

Fort- und Weiterbildung ist ein weiteres Thema der LEWA. Bei einer Weiterbildung zum Industriemeister Metall sind noch wenige Plätze frei. Anmeldungen sind bis zum 17. Juli möglich, Informationen unter 02722/66 128