Neuer Asphalt auf Vordamm Kessenhammer

Die neue Asphaltdecke auf dem Vordamm Kessenhammer der Biggetalsperre ist aufgetragen.
Die neue Asphaltdecke auf dem Vordamm Kessenhammer der Biggetalsperre ist aufgetragen.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Nächste Woche beginnen die Fräsarbeiten am Hauptdamm. Wasserstand der Talsperre kann weiter sinken.

Kreis Olpe..  Die Sanierungsarbeiten an den Stauanlagen der Biggetalsperre haben ein erstes Etappenziel erreicht. Die Asphaltschicht des Vordamms Kessenhammer ist zwischenzeitlich abgefräst und erneuert worden. Jetzt werden die Spezialmaschinen umgesetzt, damit Ende der kommenden Woche mit den Hauptarbeiten am Biggedamm begonnen werden kann.

In den vergangenen Wochen wurde die 2 600 Quadratmeter große Asphaltdichtung des Vordamms bei Kessenhammer sieben Zentimeter tief abgefräst und neu wieder aufgetragen. „Dabei war das heiße Wetter gut für das Material, dass lange flexibel blieb“, so Stefan Klahn vom Ruhrverband, „aber mörderisch für die Arbeiter“.

Derzeit werden noch die Nähte zwischen den Asphaltbahnen besonders verschweißt und die Übergange von neuem auf alten Asphalt am Talfuß sowie an den Seiten mit einem circa einen Meter breiten „Pflaster“ überklebt. Darüber hinaus wird noch eine sogenannte Mastix, eine besondere Verschleißschicht aufgespritzt.

Außerdem werden die Übergänge von der neuen, flexiblen Asphaltschicht zum starren Beton der Hochwasserentlastung (Überlauf) mit Kupferblechen versehen.

Auch danach wird das Vorstaubecken noch nicht wieder eingestaut, sondern der Ruhrverband nutzt die Situation, um rund 25 000 Tonnen Sediment, das sich im Lauf der Jahrzehnte auf dem Grund abgelagert hat, abzubaggern und wegzufahren. „Das Sediment ist nicht schädlich und beeinträchtigt das Stauvolumen kaum, aber für die Gäste des Campingplatzes ist es nicht schön. Daher nutzen wir jetzt die Gelegenheit zur Beseitigung“, führt Stefan Klahn aus.

Geringer Zufluss wegen Trockenheit

Obwohl der Wasserspiegel der Biggetalsperre längst den notwendigen Arbeitspegel erreicht hat, kann der Wasserstand noch weiter absinken. „Wir müssen laut gesetzlichen Vorgaben mindestens einen Kubikmeter Wasser pro Sekunde, gemessen am Pegel Attendorn, aus der Bigge ablassen.“, erläutert Stefan Klahn „Da der Zufluss wegen der Trockenheit derzeit aber nur 500 Liter pro Sekunde beträgt, kann es bei einer länger anhaltenden Trockenheit zu einem weiteren Absinken des Wasserstands kommen“.

Zumal es möglich ist, dass, um das biologische System der Lenne zu erhalten, auch höhere Abgabemengen notwendig werden können.