Neue Viega-Zentrale für 12,5 Millionen
16.10.2007 | 14:38 Uhr 2007-10-16T14:38:34+0200Attendorn. Bagger und Kräne dominieren derzeit das Bild am Stammsitz der Attendorner Firma Viega zwischen Ennester und Windhauser Straße, dem Ennester Weg und Am Hollenloch. Der ehemalige Produktions- und Verwaltungsstandort wird in eine hochmoderne Unter
Dafür müssen die alten Produktionshallen in der Mitte des Gebäudekomplexes weichen, die Entkernungsarbeiten werden im November abgeschlossen sein. Die sich anschließende Neubauarbeiten sollen im Frühjahr 2009 bezogen werden. Viega investiert eine Gesamtsumme von rund 12,5 Millionen Euro in diesen Um- und Ausbau des Standorts.
Seit April dieses Jahres ist die räumliche Neustrukturierung der Unternehmenszentrale in vollem Gang: In Attendorn rollen zurzeit die Bagger über das Firmengelände von Viega, die alten Hallen im Innenbereich sind bereits fast vollständig verschwunden. "Seit mehr als 110 Jahren ist in Attendorn die Unternehmenszentrale von Viega. Und das soll auch so bleiben", betont die Geschäftsführung. "Für den Ausbau und die internationalen Ausrichtung der Bereiche Verwaltung, Marketing, Vertrieb sowie Forschung- und Entwicklung benötigen wir jedoch Platz".
Deswegen wird ab Dezember im Innenbereich des Geländes eine völlig neue Gebäudestruktur entstehen. Um den notwendigen Raum zu schaffen, hat Viega die innerstädtische Produktion bereits Ende des letzten Jahres nach Ennest sowie im Sommer dieses Jahres nach Elspe verlagert.
Die alten Produktionshallen werden Stück für Stück zerlegt und entsorgt: zunächst die Pappen und Dämmstoffe der Dächer, dann die Stahlleitungen der Heizkörper, als letztes der Beton. "Bei der Entkernung legen wir vor allem Wert auf die umweltfreundliche Trennung der Reststoffe", erklärt Markus Greitemann, Leiter des Gebäudemanagements bei Viega. "Mit Bagger, Greifer und Pickhammer werden Stahl, Beton, Holz und Dämmstoffe aus den alten Hallen herausgearbeitet. Der Beton wird recycelt und später als Unterbau für das neue Fundament wieder verwendet". Auch die anderen Materialien werden recycelt oder fachgerecht entsorgt.
Der Innenbereich des Standortes ist mittlerweile fast komplett entkernt. "Dafür mussten etwa 45 000 Kubikmeter Stahl und Beton weichen. Im Moment liegen wir gut im Zeitplan, so dass wir im November mit diesen Arbeiten fertig sein werden".
Die über Jahrzehnte gewachsene, verwinkelte Gebäudestruktur weicht einem modernen, funktional wie ästhetisch zeitgemäßen Komplex. Dieser ist so angelegt, dass mit voranschreitendem Unternehmenswachstum der Bau kontinuierlich mithalten kann. Ab Dezember wird zunächst ein Kerngebäude errichtet, an das sich später nach und nach drei weitere Gebäudeflügel anschließen lassen.
Insgesamt wird das neue Kerngebäude eine Bruttogeschossfläche von 10 000 Quadratmetern haben, die sich auf fünf Etagen verteilt. Im April 2009 wird der Neubau voraussichtlich fertig gestellt sein. Dann wird Viega auch eine neue Adresse haben: Der Haupteingang wird sich dann nicht mehr am Ennester Weg befinden, sondern sich zur Hansastraße mit dem "Gesicht" zur Stadt präsentieren.
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