Musikschule Attendorn stellt Bedingungen
09.02.2012 | 14:29 Uhr 2012-02-09T14:29:00+0100Attendorn.Bürgermeister Wolfgang Hilleke hat dem Rat sein Gesprächsangebot an Bürgermeister Heß zur Fortführung der gemeinsamen Musikschule vorgestellt. Der zweieinhalb Seiten lange Schriftsatz war zuvor mit den Fraktionsspitzen abgestimmt worden.
Hilleke skizziert darin zunächst die von ihm als sehr positiv eingeschätzte Entwicklung der Musikschule im letzten Jahr unter ausdrücklicher Würdigung des Engagements der Lehrer. Dazu habe auch eine stärkere Fokussierung auf die Gemeinde Finnentrop durch die Bildung eines eigenen Regionalteams gehört.
Diese Entwicklung sei in der Zwecksverbandsversammlung am 5. Dezember einstimmig - d.h. auch von Bürgermeister Heß - begrüßt und unterstützt worden. Unvermittelt habe er dann einen Tag später Musikschule und Leitung öffentlich gescholten und in Frage gestellt. Dieses sei von ihm, Hilleke, so verstanden worden, dass er kein Interesse an einer gemeinsamen Fortführung der Musikschule habe.
Angesichts der von ihm betriebenen Überprüfung der Kündigung durch die Kommunalaufsicht stelle er die Frage: „Möchten Sie die Musikschule fortführen oder streben Sie eine Beendigung der Zusammenarbeit an?“ Grundsätzlich sei Attendorn zu einer Fortführung bereit, aber unter folgenden Bedingungen. Um eine Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit zu gewährleisten solle die paritätische Besetzung der Zweckverbandsversammlung aufgegeben und durch eine ersetzt werden, die der finanziellen Beteiligung der Kommunen (2/3 Attendorn, 1/3 Finnentrop) entspreche. Außerdem ist nach Hillekes Ansicht der dauerhafte Vorsitz im Zweckverband durch den Mehrheitsgesellschafter sachgerechter als ein steter Wechsel.
Wörtlich heißt es: „Falls Sie eine Beendigung der Musikschule anstreben oder die von mit gewünschten Änderungen in der Zweckverbandssatzung für die Gemeinde Finnentrop keine Basis für weitere Gespräche sein können, sollten wir möglichst kurzfristig über die Modalitäten einer Auflösung (...) eine entsprechende Beschlussfassung herbeiführen. In diesem Fall sollten wir alles daran setzen, den Trennungsprozess nicht unnötig in die Länge zu ziehen.“
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