Musikernachwuchs gastiert in Finnentrop

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Eine Premiere gab es am Samstag im Finnentroper Schulzentrum zu feiern: Zum ersten Mal fand dort das Musikschulfest der Musikschule Lennetal statt.

Finnentrop..  Eine Premiere gab es am Samstag im Finnentroper Schulzentrum zu feiern: Zum ersten Mal fand dort das Musikschulfest der Musikschule Lennetal statt. „Musik verzaubert“, sagte Finnentrops Bürgermeister Dietmar Heß zur Begrüßung, und das Kinderstreichorchester „Die Zauberlehrlinge“ zeigten gleich, wie das gehen kann.

Mit dabei waren auch verschiedene Blasorchester sowie die Ensembles der Gitarren, Akkordeons und Blockflöten. Rund 200 Nachwuchsmusiker waren beteiligt. Neben zahlreichen Kindern und Jugendlichen waren auch einige Erwachsene dabei, die selbst aber auch Neulinge an ihren Instrumenten waren. Neben klassischen Kompositionen wurde auch modernen Lieder aus Rock und Pop interpretiert.

Krönender Abschluss

Für Martin Theile, Leiter der Musikschule Lennetal, ist diese bunte Mischung sehr wichtig, da so auch für jeden Musiker und Zuhörer etwas dabei ist. Zum krönenden Abschluss spielten zunächst die Musikschulen des Kreises Olpe ihr gemeinsames Konzert, anschließend präsentierte das Jugendsinfonieorchester unter dem Titel „It’s Showtime“ Higlights aus Klassik, Musical und Filmmusik. Mit dem Auftritt der Pop-Gesangsklasse der Musikschule Lennetal endete der große Konzerttag.

Die Gemeinde Finnentrop ist seit letztem Jahr kooptiertes Mitglied der Musikschule Lennetal, deren Einzugsgebiet sich flussabwärts über Plettenberg, Werdohl und Altena bis nach Neuenrade erstreckt. Alle zwei Jahre veranstaltet der Verbund ein Musikschulfest, nun auch zum ersten Mal in Finnentrop. Dabei wurde die Veranstaltung in diesem Jahr mit dem jährlichen Konzert der Musikschulen des Kreises Olpe kombiniert, so dass neben den Musikschulkommunen auch Musiker aus Attendorn, Lennestadt/Kirchhundem, Drolshangen, Olpe und Wenden dabei waren.

Gute Zusammenarbeit

Theile freute sich zudem, dass auch einige Jugendorchester der regionalen Musikvereine teilgenommen haben. Es bestehe eine intensive Kooperation zwischen den Vereinen und der Musikschule, so Theile.

In Gemeinschaft musizieren

Joachim Kampschulte, der in der Musikschule insbesondere für das Projekt Musikgarten im Rahmen der musikalischen Früherziehung zuständig ist, erklärte: „Es geht vor allem darum, dass die jungen Leute in der Gemeinschaft musizieren und Spaß daran haben. Perfektion ist nicht das Wichtigste.“ Stattdessen gehe es darum, die Kinder von klein auf zu begeistern für die Musik. Über mangelnden Nachwuchs kann die Musikschule nicht klagen. Aktuell werden interkommunal 1400 Schülerinnen und Schüler unterrichtet, 200 davon in Finnentrop.

Dazu kommen noch einmal 160 Kinder, die nun am Schulprojekt der Gemeinde teilnehmen. Bisher haben sich 70 für weitergehenden Instrumentalunterricht entschieden. Das freut insbesondere auch Bürgermeister Heß: „Das ist der Sinn der Musikschule: Möglichst viele sollen profitieren.“