Musikalischer Leckerbissen zum Jahresbeginn

Olpe..  Einen musikalischen Leckerbissen hielt das Kulturprogramm der Stadt Olpe am Sonntag in der Stadthalle bereit. Zum ersten Mal gastierte die Kammersinfonie Stuttgart unter Leitung des Soloviolinisten Daniel Rehfeldt in Olpes guter Stube.

Bürgermeister Horst Müller wünschte den zahlreichen Gästen ein gutes, neues Jahr, verbunden mit dem Wunsch von Katastrophen weitgehend verschont zu bleiben. Das Stadtoberhaupt machte deutlich, dass die Stadt Olpe, insbesondere die Mitarbeiter des Kulturamtes, stolz seien das hochkarätige Ensemble verpflichtet zu haben. In diesem Zusammenhang sagte Bürgermeister Müller: „Eine Stadt bekommt ihr Gesicht durch die Häuser, Straßen, Wege und Plätze, aber ihre Seele erhält eine Stadt durch das Engagement für die Kultur.“

Simple Symphonie

Im Anschluss servierte die Kammersinfonie zum Auftakt ihres anspruchsvollen Programms auf höchstem Niveau spielten die Musiker zur „Simple Symphonie“ von Benjamin Britten auf. Das Werk für Streichorchester wurde ursprünglich für Schulorchester geschrieben und 1934 von einem Laienorchester aufgeführt, das der Komponist selbst dirigierte. Die Sinfonie für Streichorchester wurde als op. 4 in das Gesamtwerk von Benjamin Britten aufgenommen. Bei der Komposition verwendete Britten einige Kompositionen, die er schon in seiner Kindheit komponiert hatte.

Es war ein klangvoller Konzertbeginn, bei dem die Musiker die spielerische Kreativität des Komponisten ebenso brillant wiedergaben, wie die ausgefeilte Technik. Im Anschluss an den Sinfoniesatz des bekannten Komponisten Felix Mendelssohn-Bartholdy erwartete das Auditorium ein Klavierkonzert der Extraklasse.

Mozarts Klavierkonzert

Der europaweit bekannte Pianist Christoph Soldan, der seinen Durchbruch mit einer gemeinsamen Tournee im Jahr 1989 mit Leonard Bernstein erlebte, bescherte den Freunden der klassischen Musik mit dem Klavierkonzert Es-Dur KV 449 von Wolfgang Amadeus Mozart in drei Sätzen ein weiteres Highlight. Die Besonderheit des Hauptsatzes „Allegro Vivace“ ist die Mischung verschiedener Themengruppen und der überraschende Einsatz des Seitensatzes in c-Moll, die perfekt intoniert wurden.

Im zweiten ergreifenden Satz dem „Andantino“ strahlte Christoph Soldan mit der vom Komponisten gewünschten emotionalenTiefe und Ausdruckskraft.

Das Werk endete mit einem freudigen Finale. Das Publikum dankte mit großem Beifall. Weitere große Komponisten des Neujahrskonzerts, das alle zwei Jahre stattfindet, waren Georges Bizet, Peter I. Tschaikowski und Gustav Holst.