Moschee soll 2016 bezogen werden

Ismet Coscunsu, Projektleiter des Moschee-Neubaus an der Kölner Straße
Ismet Coscunsu, Projektleiter des Moschee-Neubaus an der Kölner Straße
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ismet Coscunsu, im Attendorner Moschee- und Kulturzentrum e.V. als Projektleiter verantwortlich für den Bau der Moschee an der Kölner Straße, trat gestern dem Gerücht entgegen, der türkischen Gemeinde sei das Geld ausgegangen.

Attendorn..  Ismet Coscunsu, im Attendorner Moschee- und Kulturzentrum e.V. als Projektleiter verantwortlich für den Bau der Moschee an der Kölner Straße, trat gestern dem Gerücht entgegen, der türkischen Gemeinde sei das Geld ausgegangen.

Anlass für das Geraune in der Stadt war die Tatsache, dass sich wochenlang auf der Baustelle nichts mehr bewegte. „Es wird erzählt, wir wären pleite, oder man hätte den Bau stillgelegt, weil wir Schwarzarbeiter beschäftigt hätten, aber das ist alles falsch.“

Die Ursachen für die Verzögerungen liegen nach Angaben von Ismet Coscunsu in Köln, genauer bei der Rohbaufirma, der es nicht gelungen sei, genug Arbeiter für die Aufgaben in Attendorn zu stellen: „Hier waren immer nur zwei Mann auf dem Bau. Die Firma sagte, sie fände keine, die bereit wären, im Sauerland zu arbeiten.“

Um ein halbes Jahr hätten sich die Arbeiten deshalb verzögert. Weiterer Verzug sei durch die Kuppel entstanden, deren Bau sich als komplizierter erwiesen habe als angenommen, auch weil Architekt Mehmet Tümce in der fraglichen Zeit in Urlaub war. Die Verzögerungen bei der Kuppel hätten wiederum Auswirkungen auf die Fenster-Bestellung gehabt, weil man ohne Kuppel die Fenster direkt unter der Kuppel nicht habe ausmessen können, man aber alle Fenster in einem Rutsch bestellten wollte.

Jetzt gehe es weiter: „Die Fenster sind geliefert und werden in den nächsten Wochen montiert“, so Coscunsu. „Auch die Elektrik, die Sanitäranlagen und der Innenputz sind vergeben.“

Wenn es zu keinen weiteren Verzögerungen kommt, will die türkische Gemeinde im März oder April des 2016 die Fertigstellung feiern und im Mai einziehen.

Der Bau umfasst 1470 Quadratmeter auf drei voll unterkellerten Geschossen, die alle über einen behindertengerechten Fahrstuhl miteinander verbunden sind.

Finanziell liege der Neubau im Rahmen. Mit 1,2 Millionen Euro habe man gerechnet: „Und damit kommen wir auch hin“, so Coscunsu.