Mit Musik ins Land der Märchen und Sagen

Schreibershof..  Es lag wohl am verlängerten Wochenende, dass die Listerhalle diesmal nicht bis auf den letzten Platz ausverkauft war. Dennoch ließen sich zahlreiche Besucher von den Musikfreunden Schreibershof beim Frühlingskonzert musikalisch ins Land der Märchen und Sagen entführen. Den Beginn dieser Reise gestalteten die Jungen Musikfreunde mit drei Beiträgen. Zunächst mit Nessaja. Mit „Theme from Shrek“ und „Disney Favorites“ rundeten sie Ihren Vortrag ab. Wegen eines Todesfalles in der Familie konnte in diesem Jahr nicht Tom Köster wie gewohnt den Taktstock führen. Dafür sprang Rainer Wolniczak ein.

Champagnerlaune

Er dirigierte auch das Stammorchesterund führte mit viel Humor und sachkundig durch das Programm, das das über 60-köpfige Blasorchester mit dem Hochzeitsmarsch von Felix Mendelssohn-Bartholdy fortsetzte. „Kir Royal“ wurde mit der Ouvertüre zu „Die schöne Galathée“ von Franz von Suppé gereicht und verbreitete Champagnerlaune. Mit dem Nibelungen-Marsch von Georg Sonntag ging es in die Welt der Oper, und mit „Hobbits“ würdigten die Musiker das berühmte literarische Werk „Der Herr der Ringe“ .

Bewusst hatte man sich nicht für die populäre Filmmusik, sondern für das nicht minder beeindruckende Klangwerk aus Johan de Mejs „Lord of the Rings“ entschieden. Das seinerzeit dazu produzierte Video wurde dabei auf die Leinwand hinter dem Orchester projiziert. Das Publikum reagierte entsprechend begeistert und berührt. Andere Plakat- und Szenenfotos sowie weitere Videoclips begleiteten die Zuhörer auch bei der weiteren musikalischen Reise. Mit dem Hugenotten-Marsch von Giacomo Meyerbeer führten die Musiker ihr Publikum in den zweiten Konzertteil. Für die Musik zum Weihnachtsklassiker „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ sowie Melodien aus der unverwüstlichen Star-Wars-Reihe ernteten sie begeisterten Applaus.

Auch der Gruselfaktor wurde in dieser Walpurgisnacht berücksichtigt, als das Orchester Michael Jacksons Hit „Thriller“ anstimmte, und richtig „Biss“ bekam das Konzert mit dem letzten Vortrag, dem „Tanz der Vampire“.

Ohne Zugabe entließen die Zuhörer die Musiker selbstverständlich Mit ihrem nicht, und so erschien Wolnizcak noch einmal im weißen Bademantel, um an die „märchenhafte“ Karriere des kürzlich verstorbenen Musikers Udo Jürgens zu erinnern. Nach dem dreistündigen Konzert spielte Schreibershof.music zum Tanz auf.