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Anti-Terror-Razzia

Mit mehreren Pässen in Attendorn

05.02.2016 | 23:00 Uhr
Mit mehreren Pässen in Attendorn
Die Berliner Polizei veröffentlichte am Freitag dieses Foto des 34 Jahre alten Algeriers.Foto: Polizei Berlin/dpa

Attendorn/Berlin.   Der 34 Jahre alte Algerier Farid A. soll sich als syrischer Staatsbürger ausgegeben haben. Bei der Großrazzia in Berlin, Niedersachsen und NRW wurde kein Sprengstoff gefunden.

Mitbewohner und Betreuer beschrieben ihn als völlig unauffällig. Sein möglicherweise wahres Gesicht zeigt der 34 Jahre alte Algerier Farid A., der am Donnerstag in der Flüchtlingsunterkunft in Attendorn festgenommen wurde, auf einem Bild, dass die Berliner Polizei gestern herausgegeben hat. Das mutmaßliche Mitglied der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat eine Pistole in der Hand, daneben drei Sturmgewehre, Granaten und Munition.

Farid A. gilt als Kopf der mutmaßlichen Terror-Zelle, die bei der Großrazzia in Berlin, Niedersachsen und Attendorn ausgehoben wurde. Die vier Tatverdächtigen, so Generalstaatsanwaltschaft und Polizei Berlin, sollen sich „sehr auffällig und konspirativ“ verhalten haben. „Sie haben ständig ihre Handys gewechselt und für weiteren Informationsaustausch sogar Boten eingesetzt“, sagt Martin Steltner, Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Berlin, im Gespräch mit dieser Zeitung. „Sie sind sehr ausgebufft vorgegangen.“

Seit Ende 2015 in Deutschland

Erst Ende Dezember 2015 war Farid A. zusammen mit seiner Ehefrau und seinen beiden Kindern nach Deutschland eingereist. Mit einem gefälschten Pass, wie Steltner bestätigt: „Ausgestellt auf einen Syrer aus der Stadt Aleppo.“ Registriert wurde der Hauptverdächtige in Bayern, anschließend sei er der Flüchtlingsunterkunft in Attendorn zugewiesen worden. Steltner zufolge benutzte der Mann zwei weitere gefälschte Pässe - ebenfalls auf syrische Staatsbürger ausgestellt.

In Syrien, so berichtet die Generalstaatsanwaltschaft, soll der Algerier militärisch ausgebildet worden sein. Mehr noch: Er soll Kontakt zu dem Planungschef für Anschläge im Ausland der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) gehabt haben, wie die Tageszeitung „Die Welt“ aus Sicherheitskreisen erfuhr. Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtet von einem Bild, das Farid A. schwer bewaffnet und im Kampfanzug neben Leichen zeigt. Zudem existiere ein Foto mit dem Algerier und einem Mann aus dem Umfeld der Paris-Attentäter.

Planten die bei der Großrazzia am Donnerstag festgenommen Algerier einen Anschlag ähnlichen Ausmaßes in Berlin? „Hinweise auf einen konkreten Ort in Berlin liegen nicht vor“, heißt es von Staatsanwaltschaft und Polizei.

Internationale Haftbefehle

Das Amtsgericht Dortmund hat am Freitag sogenannte Festhalte­anordnungen gegen den 34-Jährigen und seine 27 Jahre alte Ehefrau erlassen. Beide wurden von den algerischen Behörden mit internationalem Haftbefehl gesucht. Ein anschließendes Auslieferungsverfahren liegt im Zuständigkeitsbereich von Generalstaatsanwaltschaft und Oberlandesgericht Hamm.

Gefährliche Gegenstände wie Sprengstoff oder Waffen wurden bei der Großrazzia nicht gefunden. In den kommenden Wochen gilt es für die Behörden, das wahre Gesicht von Farid A. zu erkennen.

Rolf Hansmann

Kommentare
06.02.2016
12:24
Mit mehreren Pässen in Attendorn
von cgn.dus | #3

Wie Schwiegermamas "Liebling" sieht dieser "Schutzsuchende" ja nicht gerade aus! Von diesen gemeingefährlichen "Neuankömmlingen" werden wir sicher...
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Mit mehreren Pässen in Attendorn
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http://www.derwesten.de/staedte/nachrichten-aus-attendorn-und-finnentrop/mit-mehreren-paessen-in-attendorn-id11532370.html
2016-02-05 23:00
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