Mit Kraft, Zeit, Nerven und Geld auf dem Weg zur Qualifizierung

Kreis Olpe/Dünschede..  „Sie sind die Avantgarde des KTK-Gütesiegels in ganz Deutschland“, so Frank Jansen, Geschäftsführer des Bundesverbandes Katholischer Tageseinrichtungen (KTK) für Kinder. Denn was die 23 Einrichtungen der KITS, gemeinnützige GmbH Siegerland-Südsauerland, geleistet haben, ist einzigartig in Deutschland: Gemeinsam haben sie die erste Phase im Qualifizierungsprozess erfolgreich abgeschlossen. Bevor es nun in der zweiten Etappe an die Zertifizierung geht, hatte die gemeinnützige GmbH jetzt zu einem großen Festakt in die Dünscheder Schützenhalle eingeladen.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Pastor Friedhelm Rüsche versammelten sich rund 200 Mitarbeiter der KITS und ihrer Einrichtungen in der Schützenhalle, um ihren Erfolg gemeinsam zu feiern. „Sie können stolz sein auf Ihre hervorragenden Leistungen“, eröffnete Geschäftsführer Hans-Gerd Mummel den Festakt. Projektbeauftragter Peter Schmitz, der pädagogische Fachbereichsleiter der KITS, stimmte zu: „Es war ein langer Weg bis hier hin – unser nächstes Ziel ist nun, für unsere Einrichtungen die Zertifizierung zu erreichen.“

Projekte organisiert

Schon 2011 hatte sich die GmbH für den Qualitätsprozess des KTK entschieden. Peter Schmitz: „Wir haben beim Bundesverband angefragt, ob wir den Prozess im Verbund absolvieren können – und waren damit die ersten in Deutschland, die so einen Weg beschreiten wollten.“

Eigens für die KITS gem. GmbH Siegerland-Südsauerland wurden daraufhin Projekte organisiert und ein Einrichtungs-Handbuch entwickelt. Als Kooperationspartner der KITS kamen die Katholische Bildungsstätte (KBS) Olpe und der KTK-Bundesverband mit ins Boot.

Im März 2012 startete der QM-Prozess für 17 KITS-Einrichtungen, sechs weitere schlossen sich kurz danach an. Neun Qualitätsbereiche – Kinder, Eltern, Kirchengemeinde, Sozialraum, Glaube, Träger und Leitung, Personal, Mittel sowie Qualitätsentwicklung und -sicherung mussten die Einrichtungen, vertreten durch jeweils eine Qualitätsbeauftragte, durchlaufen. In zahlreichen Seminaren erarbeiteten die Teilnehmer mit Hilfe ihrer Referentin den Ablauf von Dienstbesprechungen, ein festes Eingewöhnungsmodell, Verfahren zur Kinder-Partizipation, die Realisierung der Inklusion und vieles mehr.

Hans-Gerd Mummel erinnert sich: „Das hat viel Kraft, Zeit, Nerven und Geld gekostet und ist natürlich nicht immer reibungslos verlaufen. Aber dank unserer motivierten Mitarbeiter können wir eindeutig sagen: Das Projekt ist ein 100-prozentiger Gewinn für die KITS.“

Größter Respekt

Dem schloss sich während der Feierstunde auch die Referentin Magdalena Wilmanns (KTK) an: „Sie haben eine große Leistung vollbracht. Sie haben intensive pädagogische Prozesse auf den Prüfstand gestellt und weiter entwickelt. Ich weiß, was Sie geleistet haben – und dafür haben Sie meinen größten Respekt.“