Mehr oder weniger Wirkung

Kreis Olpe..  „Am besten nimmst du die Tablette schon, bevor du schlafen gehst - dann ist der Kater am nächsten Tag nicht so schlimm!“ Wer kennt diesen Tipp nicht, fragt Caritas AufWind im Rahmen der Aktionswoche Alkohol vom 13. bis 20. Juni. In dieser Zeit werden die Mitarbeiter vieler Behörden und Betriebe im Kreis Olpe per Email über Themen rund um Alkohol informiert (wir berichteten).

So auch über das Thema Medikamente und Alkohol und die Frage, was bei der gleichzeitigen Einnahme von Alkohol und Medikamenten passiert. Die Antworten:

Medikamente wirken zum Teil nicht so, wie sie sollen, wenn man gleichzeitig Alkohol zu sich nimmt. Sie können weniger oder gar nicht wirken. Alkohol kann länger im Körper bleiben und stärker wirken als sonst – z.B. bei der Einnahme von Antibiotika. Umgekehrt ist aber auch möglich, dass er schwächer wirkt als sonst.

Nebenwirkungen können stärker ausfallen – z.B. die Müdigkeit bei Antiallergika. Die Leber wird doppelt belastet. Es können Vergiftungen und/oder schwere Leberschäden entstehen – z.B. bei der Einnahme von Paracetamol.

Darüber sollte man auf jeden Fall nachdenken, rät Caritas AufWind im Rahmend er Aktionswoche.

Ganz verzichten

Der letzte Tipp beschäftigt sich mit Alkohol in der Schwangerschaft. Weniger ist besser - gilt nicht in der Schwangerschaft! Denn es gibt für Schwangere keine unbedenkliche Trinkmenge und keine Schwangerschaftsphase, in der Alkoholkonsum unschädlich wäre! Das gilt auch für stillende Mütter.