Mehr Kredite, Kundeneinlagen und Mitglieder

Die beiden Bankvorstände Dietmar Bock (links) und Lambert Stoll konnten in der Bilanzpressekonferenz von beachtlichen Zuwächsen für die Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen berichten.
Die beiden Bankvorstände Dietmar Bock (links) und Lambert Stoll konnten in der Bilanzpressekonferenz von beachtlichen Zuwächsen für die Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen berichten.

Olpe/Drolshagen/Wenden..  Auch wenn das Jahr 2014 nicht ganz so erfolgreich verlief wie 2013, sind Lambert Stoll und Dietmar Bock „mit dem Erreichten zufrieden“. Wie die beiden Vorstände der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen am Montag hervorhoben, bescherten die letzten zwölf Monate dem genossenschaftlich organisierten Geldinstitut in fast allen Bereichen beachtliche Zuwächse.

„Wir haben überwiegend Gutes zu berichten“, so das Direktorenduo bei der Bilanzpressekonferenz. So steigerte die Volksbank im letzten Jahr ihre Mitgliederzahl um 800 auf 21 214. „Das ist eine gute Entwicklung“, freute sich Lambert Stoll. Die Mitglieder haben bei der Verwendung der Gewinne, beim Jahresabschluss und bei der Höhe der jährliche Dividende ein gewichtiges Wort mitzureden. Und - besonders erfreulich: Sie können erneut mit der Ausschüttung einer recht üppigen Dividende rechnen.

Stoll und Bock kündigten an, der Vertreterversammlung 5,5 Prozent vorzuschlagen. Damit würden den Mitgliedern insgesamt etwa 500 000 Euro zufließen.

Trotz der niedrigen Zinsen konnte die Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen im letzten Jahr einen Anstieg der Kundeneinlagen um rund 3 Prozent verzeichnen. „Das Zinsniveau ist nicht besonders erfreulich; umso zufriedener sind wir mit diesem Ergebnis“, betonte Lambert Stoll.

Dass die Zinsen nicht einmal mehr die Inflationsrate deckten, sei ein „Trauerspiel“. Sollte sich die Lage nicht bessern, seien vor allem Bankkunden betroffen, die langfristig Rücklagen bilden: Ein Vermögenszuwachs finde nicht mehr statt. Der Sparer, so die beiden Vorstände, werde „ein Stück weit betrogen“. Die Volksbank bemühe sich, den Anlegern ausgewogene Alternativen aufzuzeigen.

Nichts Neues im Denkmal-Streit

Die gestiegenen Kundeneinlagen versetzten die Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen auch in die Lage, ihre Kreditvergabe auszuweiten. So nahmen die Kundenkredite im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent zu. „Insgesamt haben wir fast 40 Millionen Euro an neuen Krediten herausgegeben“, erklärte Stoll. Und Dieter Bock ergänzte: „Die Hälfte der Kredite ist im Bereich der gewerblichen Finanzierung angesiedelt, die andere Hälfe im privaten Wohnungsbau.“

„Der Trend zur Immobilie ist ungebrochen“, wies Lambert Stoll auf das „für die Volksbank sehr erfolgreiche“ Immobiliengeschäft hin. Im Vergleich zu 2013 bewegten sich die Umsatzsteigerungen auf diesem Sektor im zweistelligen Bereich.

Nichts bewegt hat sich dagegen beim Streit zwischen Volksbank und Stadt bzw. Denkmalbehörde um das Haus Frankfurter Straße 20, das die Bank für ihren geplanten Neubau abreißen will. Gespräche mit der Stadt Olpe seien für Ende der Woche terminiert, hob Dietmar Bock hervor.

Ebenfalls nichts Neues, diesmal aber zum Glück, gibt es auf der strukturellen Ebene der Volksbank Olpe-Wenden-Drolshagen. Eine Schließung oder eine Vollautomatisierung von Geschäftsstellen sei ebenso wenig geplant wie eine wie auch immer geartete Fusion, erklärten die beiden Vorstände übereinstimmend.