Massenkarambolage auf der A45 auf der Talbrücke Bleche

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Was wir bereits wissen
Massenkarambolage auf der Sauerlandlinie. Bei Drolshagen waren gleich mehrere Lkw auf der A45 in Richtung Dortmund in einen Unfall verwickelt.

Drolshagen.. Aus ungeklärter Ursache kam es auf der A45 auf der Talbrücke Bleche bei Drolshagen in Fahrtrichtung Dortmund zu einem Unfall mit fünf beteiligten Fahrzeugen.

Kein Seitenstreifen auf der Talbrücke Bleche

Nach ersten Zeugenaussagen war der Fahrer eines Lkw - ein 40-Jähriger aus Siegen - mit seinem Sattelzug mit einer Reifenpanne auf der Talbrücke Bleche" auf dem rechten Fahrstreifen liegen. Da an dieser Stelle der Brücke kein Seitenstreifen vorhanden ist, versuchte der Fahrer wohl, bis zum Ende der Brücke auf den dort vorhandenen Seitenstreifen zu kommen.

Der nachfolgende Lkw-Fahrer (55 Jahre aus Kalkar) nahm das Manöver der Siegeners anscheinend zu spät wahr und krachte mit seinem Sattelzug gegen die linke hintere Ecke des anderen Lkw. Durch die Wucht des Aufpralls riss der LKW des 55-Jährigen die Wechselbrücke des Vordermannes mit. Der auffahrende Sattelzug geriet auf den mittleren Fahrstreifen, dessen Sattelanhänger drehte sich und blockierte alle drei Fahrstreifen.

Zwei Pkw in die Karambolage verwickelt

Ein weiterer nachfolgender Lkw-Fahrer - ein 25-Jähriger aus Altena - konnte dem querstehenden Sattelzug nicht mehr ausweichen und prallte in den Sattelauflieger. Der Fahrer eines auf dem linken Fahrstreifen fahrenden Ford (52 Jahre alt aus Walldorf) und eine 42-jährige VW-Fahrerin aus Wörrstadt schafften es ebenfalls nicht mehr, auszuweichen.

Der 40-Jährige aus Siegen musste mit einem Rettungswagen zu stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrer aus Kalkar kam ebenfalls zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus. Alle weiteren Beteiligten blieben nach derzeitigem Ermittlungsstand unverletzt. Ein Rettungshubschrauber landete an der Unfallstelle.

Geschätzter Sachschaden von 255.000 Euro

Den Sachschaden schätzt die Polizei auf rund 255.000 Euro. Die Sauerlandlinie blieb auf Grund der Bergungsarbeiten für mehrere Stunden voll gesperrt. Der Verkehr wurde unter Begleitung der Autobahnpolizei kontrolliert zurückgeführt.