Markthalle für die Innenstadt

Was wir bereits wissen
Mit dem Vorschlag, eine Markthalle auf den Tangel zu bauen, hat sich das Architekturbüro Hengstebeck in dem Ideenwettbewerb zur Entwicklung der Attendorner Innenstadt zu Wort gemeldet.

Attendorn..  Mit dem Vorschlag, eine Markthalle auf den Tangel zu bauen, hat sich das Architekturbüro Hengstebeck in dem Ideenwettbewerb zur Entwicklung der Attendorner Innenstadt zu Wort gemeldet.

Die Idee hatte nach Aussage von Magnus Hengstebeck ihren Ursprung in den Planungen, die das Büro für die Sabisch & Co. Bauträger GmbH aus Oberveischede übernommen hatte. Dabei ging es um die Erweiterung von Einzelhandel im Tangel, die für sich genommen aber keine überzeugende Lösung für den gesamten, derzeit als Parkplatz genutzten Bereich darstellte.

Passt in die Historie

Einen weiteren Anstoß („Es war reiner Zufall, dass wir über das Thema geredet haben“) gab Klaus Ortmann. Der hat ein paar Jahre in Stuttgart gelebt und dort Markthallen kennengelernt und kennt sich darüber hinaus in der Attendorner Geschichte aus. Die bis vor wenigen Jahren noch sichtbaren Arkaden des Südsauerlandmuseums waren im Grunde nichts anderes als eine Markthalle, „dort fand“, so Ortmann, „früher der Markt statt. Also auch historisch wäre die Verbindung Tangel-Markthalle-Museum passend.“

Was dabei heraus gekommen ist, hat Magnus Hengstebeck Rat und Verwaltung vorgestellt: ein Sockelgebäude für Einzelhandel und Markthalle und darauf aufstehend zwei getrennte, mehrgeschossige Baukörper, die sich mit ihren 45-Grad-Satteldächern in die Altstadtsatzung fügen. In dem ersten Gebäude wäre über dem Einzelhandel Platz für Wohnungen und Büros, im zweiten Gebäude hat das Büro Hengstebeck in der ersten Etage - über der Markthalle - einen multifunktionalen Kulturraum vorgesehen, der für Veranstaltungen wie Kabarett, aber auch für Feiern oder private Veranstaltungen genutzt werden könnte. Ähnlich multifunktional wäre aber auch das Markthallen-Erdgeschoss mit 275 Quadratmetern Grundfläche (stützenfrei), das sich ebenfalls für Feiern (Schützenfest / Karneval) nutzen ließe.

Dieser Gebäudekomplex soll ebenso eine Tiefgarage erhalten wie ein drittes Gebäude, das Hengstebeck für den Tangel geplant hat. Es könnte auf dem Parkplatz neben der Stadtschänke sowie dem rechts angrenzenden Grundstück entstehen. Hier würden auf drei Geschossen ebenfalls Wohnungen und Büros entstehen.

Und wer soll’s bezahlen?

Die Frage der Fragen: Wer finanziert das alles? Investoren für die Gebäude, die für Handel, Dienstleistung und Wohnen genutzt werden sollen, finden sich in dieser Lage sicher schnell. Bei der Markthalle würde es vermutlich schon schwieriger. Die Stadt wäre ein möglicher Investor, die hat aber gerade die alte Post gekauft, ein Gebäude, bei dem ebenfalls über eine kulturelle Nutzung nachgedacht wird. Außerdem gibt es ja auch immer noch den Bahnhof. Eine Entscheidung über dessen Nutzung steht aus.