Literaturkurs inszeniert „Andorra“

Lennestadt..  Wie lassen sich Menschen von Vorurteilen beeinflussen? Wie kann man schuldig werden, ohne sich einer schuldhaften Handlung bewusst zu sein? Diesen Fragen geht der Literaturkurs des Gymnasiums Maria Königin im Rahmen eines Theaterprojektes nach. Die 23 Schülerinnen und Schüler bringen Max Frischs Drama „Andorra“ auf die Bühne.

Tragischer Verlauf

In dem bewegenden Stück geht es um den Jungen Andri, der in einem erfundenen Staat namens Andorra im Hause eines Lehrers und dessen Familie lebt. Andri ist in dem Glauben aufgewachsen, ein Jude zu sein, der als Kind aus dem feindlichen Nachbarstaat gerettet wurde. Die Menschen von Andorra haben sich ein Bild von Andri, dem Juden, gemacht und ganz gegen seinen Willen entspricht Andri diesem Bild mehr und mehr. Dabei ist, wie sich im Verlauf des Stückes herausstellt, die Wahrheit eine ganz andere. Und so nimmt die Handlung einen tragischen Verlauf, an dem alle Andorraner Anteil haben: seine Familie, seine Freundin, seine Chefin, sein Arbeitskollege, die Amtsärztin, eine Nonne und die Bewohner des Ortes.