Lennestadt verkauft Hälfte der Wohnungen

Die städtische Obdachlosen-Unterkunft in der Ostrstraße 13 in Halberbracht solld em Erdboden gleich gemacht wedde. Auf dem rund 2200 qm großen Grundstück sollen vioer Bauplätze ausgewiesen werden
Die städtische Obdachlosen-Unterkunft in der Ostrstraße 13 in Halberbracht solld em Erdboden gleich gemacht wedde. Auf dem rund 2200 qm großen Grundstück sollen vioer Bauplätze ausgewiesen werden
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Rund 130 Wohnungen besitzt die Stadt Lennestadt in etlichen Ortsteilen. Verwaltung und Politik halten jetzt den richtigen Zeitpunkt für gekommen, sich von rund derHälfte dieser Immobilien zu trennen.

Lenneestadt..  „Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich von städtischen Immobilien zu trennen“, macht Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt deutlich. Dass auch die Kommunalpolitik das so sieht, macht das einstimmige Absegnen der geplanten Verkaufsliste in der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich.

Die Ausschreibung für den Abriss der ehemaligen Obdachlosenunterkunft in der Oststraße 13 in Halberbracht laufen bereits. Nach Beseitigung des Wohn-Quaders sollen auf dem rund 2200 qm großen Gelände drei bis vier Bauplätze entstehen. Bei einem Quadratmeterpreis von 60 Euro wäre das eine Brutto-Einnahme von 132 000 Euro. Reinhard Korth (Liegenschaften): „Nach Abzug aller Kosten bliebe ein Gewinn von 51 000 Euro. Die Unterkunft in der Beethovenstraße 62 in Grevenbrück reicht aus, um langfristig den Bedarf für die Unterbringung von Obdachlosen zu sichern.“

Asylbewerber-Unterkünfte

Angesichts der schwer zu kalkulierenden Anzahl weiterer Asylbewerber solle der „Klingelpütz“ in Halberbracht aber als mögliche Notunterkunft noch eine Weile dienen.

Sehr gewundert hat man sich in der Stadtverwaltung über die Behauptung des Grevenbrücker Heimatvereins, man habe vom geplanten Verkauf des Alten Amtshauses, in dem das Heimatmuseum untergebracht ist, jetzt erst aus der Presse erfahren. Bürgermeister Stefan Hundt: „Es war doch der Heimatverein, der ausdrücklich die Sanierung und den Ausbau des örtlichen Bahnhofs gewünscht hat. Das haben wir mit Kosten von 2,3 Mio Euro auch realisiert. Wir haben dem Verein schon vor mehr als zwei Jahren gesagt, dass wir uns in Grevenbrück nur ein behindertengerechtes Gebäude leisten können. Und das ist eben der Bahnhof.“

Museums-Konzept

Das Museums-Konzept müsse jetzt für den Standort Kulturbahnhof konkretisiert werden. Das Lennestädter Stadtarchiv könne durchaus anderswo untergebracht werden, nachdem die gemeinsame Einrichtung mit der Gemeinde Kirchhundem gescheitert sei. Auf jeden Fall wolle man mit dem Heimatverei Gespräche führen.

Es trifft also wohl nicht nur das Alte Rathaus bei den Verkaufsabsichtend er Stadt, die sich bei der Vermarktung der Sparlasse ALK bedient. Die aussortierten Gebäude besitzen einen Buchwert von insgesamt 1213414,27 Euro. Ob die Stadt diese Summ,e bei den Verkäufen erzielen wird?

Hundt: „Es besteht eine große Nachfrage wohl auch angesichts der derzeit niedrigen Darlehenszinsen. Ein Investor hat Interesse an einem „Riesenpaket“ bekundet, andere möchten eines der Häuser, andere gleich 4 erwerben.“ Die Stadt weiß dabei auch um ihre soziale Verantwortung. Korth: „Der Verkauf städtischer Immobilien führt meist zu Verunsicherungen bei den Mietern. Es ist daher unverzichtbar, diese frühzeitig umfassend zu unterrichten. In den Kaufverträgen ist die Aufnahme sozialer Auflagen(z.B. keine Mieterhöhungen und Weiterveräußerung für einen bestimmten Zeitraum, keine Luxusmodernisierung usw.) vorzusehen.
In festen Tüchern ist bereits der Verkauf der ehemalige Hausmeisterwohnung ind er Pfarrer-Brill-WQeh in Elspe. Die Verlaufsliste ist übrigens auf der Homepage der Stadt Lennestadt einzusehen.