Lennestadt gilt jetzt als familiengerecht

Lennestadt..  Seit einigen Tagen besitzt die Stadt Lennestadt jetzt das offizielle Zertifikat „Familiengerechte Kommune Lennestadt“ und hat damit zwei Jahre Zeit um die beschlossenen Maßnahmen umzusetzen. Mit der Zertifizierung ist die Stadt die einzige „familiengerechte Kommune“ im Kreis und eine von nur 35 in ganz Deutschland.

Begonnen hatte der Prozess der Zertifizierung 2013 mit einem Strategieworkshop von Verwaltung, Mitgliedern der Ratsfraktionen und Vertretern verschiedener Einrichtungen. Weiter ging es mit einer mehrmonatigen aktiven Beteiligungsphase von Lennestädter Bürgern und einer Präventionskonferenz mit dem Ziel Netzwerke aufzubauen, Wissen zu erweitern und Strukturen für Familien zu schaffen.

Festgelegte Ziele

Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Gestaltung der Familiengerechtigkeit in Lennestadt wurden dann in einem Zielvereinbarungsworkshop beraten und festgelegt. Die vereinbarten Ziele wurden anschließend vom Stadtrat beschlossen, um ein passgenaues familienpolitisches Handeln in Lennestadt zu verankern.

Familiengerechtigkeit wird angesichts der demografischen Entwicklung in Deutschland immer wichtiger für die Entscheidung von Familien auf der Suche nach einem geeigneten Wohnort. Das Audit „Familiengerechte Kommune“ ist bundesweit das einzige Planungs- und Führungsinstrument, das Kommunen den Weg zu einer strategischen und gemeinsam getragenen Familienorientierung weisen kann und alle Beteiligten mitnimmt.

Das Audit zielt darauf ab, eine positive Wechselwirkung von Lebensqualität für Familien einerseits und Standortqualität für Unternehmen andererseits zu erzeugen und damit die gesamte Kommune im Standortwettbewerb besser zu positionieren. Die Ergebnisse der Auditierung stehen nicht nur auf dem Papier, sondern sind direkt und unmittelbar für die Familien vor Ort spürbar.

Der Weg ist das Ziel

Bereits vor sieben Jahren, 2008, wurde das Lennestädter Bündnis für Familie gegründet. Drei Jahre später, 2011, bekam das Lennestädter Bündnis für Familie im Rahmen des bundesweiten Ideenwettbewerbs „Unterstützungsnetzwerke für Berufstätige mit Kindern“ für die Ferien- und Notfallbetreuung eine Auszeichnung verliehen.

„Das Audit „Familiengerechte Kommune“ geht weit über das Bündnis für Familien hinaus“, erklärt Gleichstellungsbeauftragte Petra Peschke-Göbel. „Es ist der Beginn eines strukturierten Konzeptes“. Also quasi ein Rahmen bzw. ein Regelwerk für alle künftigen Aktionen, die nun erarbeitet werden. Peschke-Göbel: „Der Weg ist das Ziel, die Arbeit fängt jetzt erst an.“