Landwirte wollen wieder einen zünftigen Winterball feiern

Kreis Olpe..  Das Winterfest der Olper Landwirtschaft startet am Freitag, 16. Januar, in der Schützenhalle in Kirchveischede. Ein Organisationsteam aus sechs Bäuerinnen und Bauern im Landwirtschaftlichen Kreisverband Olpe hat sich zusammengefunden, um das in früheren Jahren so beliebte Fest wieder aufleben zu lassen.

Historische Fotos gesucht

Der Ortsverband Lennestadt des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Olpe rund um Peter Steinhoff, Hildegard Hansmann-Machula, Michael Richard, Holger und Birgit Lorenz, Martin Voß und Tobias Belke organisiert diesen festlichen Abend mit Musik und Tanz. Die Grevenbrücker Band „Die Rolling stonies“ spielt live und in den späteren Stunden ist ein kleiner Imbiss erhältlich. Alle Eintrittskarten nehmen automatisch an der Verlosung teil: Als Hauptpreis gibt es ein Urlaubswochenende zu gewinnen, weitere verschiedene kleinere Preise werden verlost.

Die Organisatoren möchten alle Bäuerinnen und Bauern im Kreis Olpe, vor allem auch die Jüngeren und zudem alle, die mit Landwirtschaft beruflich oder privat zu tun haben, ansprechen, diesen Abend für Geselligkeit und Austausch zu nutzen. Gern würden sie noch Fotos von älteren Festen zeigen – haben bisher aber keine auftreiben können. Deshalb fragen sie: „Hat vielleicht noch jemand Fotos von früheren Festen der Landwirtschaft? Bitte melden in der Geschäftsstelle des Kreisverbandes Olpe (Telefon: 02732 – 55271-40).“ Zahlreiche Sponsoren aus dem landwirtschaftsnahen Bereich unterstützen das Gelingen der Veranstaltung. Veranstalter ist der Landwirtschaftliche Kreisverband Olpe, Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19.30 Uhr, der Eintritt kostet fünf Euro.

Mit dem Ende der Winterfeste vor 15 Jahren war damals eine lange Tradition zu Ende gegangen. Jetzt will die Lennestädter Gruppe das Fest wieder beleben und alle Mitglieder des Teams sind überzeugt, dass der 16. Januar in Kirchveischede ein voller Erfolg wird.

Ein paar fröhliche Stunden

Hildegard Hansmann-Machula: „Für mich ist der generationsübergreifende Gedanke am Wichtigsten: Jung und Alt, die in der Landwirtschaft tätig sind, und sich gar nicht mehr so genau kennen, können sich im zwanglosen Rahmen bekannt machen – bei der voranschreitenden Spezialisierung der Betriebe sind die Berührungspunkte viel weniger geworden, wir müssen wieder mehr lernen, uns gegenseitig zu ergänzen und zu helfen.“ Peter Steinhoff: „Zu Sitzungen und Arbeitsbesprechungen treffen sich die ehrenamtlich Tätigen häufiger – aber zum ungezwungenen Smalltalk fast gar nicht mehr – mir ist wichtig, dass wir ohne agrarpolitischen Hintergrund ein paar fröhliche Stunden zusammen verbringen, mit viel Spaß und lachenden Gesichtern.“

Michael Richard: „Früher waren alle Bauernhöfe gleich, verschiedene Tiere, Grünland, ein bisschen Getreide – heute sind alle spezialisiert, jeder macht etwas anderes und kennt sich nicht mehr aus im Bereich der Übrigen. Aber das Konkurrenzdenken ist gar nicht so groß, ich glaube, da spielen mehr Unkenntnis voneinander und der Zeitmangel durch die gestiegene Arbeitsbelastung eine Rolle. Umso wichtiger ist der Bauernverband - der führt noch alle zusammen.

Tobias Belke: „Die Landwirte im Kreis Olpe kommen viel zu selten zusammen – Ich finde auch wichtig, dass wir jungen Leute uns mit den Älteren austauschen.“