Kunstrasenbau sehr weitsichtige Entscheidung

1 Auf dem Olper Kreuzberg musste der Kunstrasen gerade erst erneuert werden, jetzt steht mit dem Auffüllen des Granulates die nächste Kunstrasen-Investition an. In Dahl und Kleusheim bereits nach vier Jahren. Was ist der Grund dafür?

Das kann mit der unterschiedlichen Struktur der Plätze zusammenhängen. Die Plätze in Dahl und Kleusheim sind in 2010/2011 gebaut worden. Das war eine andere Generation von Kunstrasenplätzen als beispielsweise die Plätze in 2004/2005. Grund für die Granulat-Promlematik kann sein, dass der ebenfalls eingebaute Sand scharfkantiger ist und das Granulat dadurch zerrieben und leichter abgetragen, praktisch vom Platz geweht wird.

2 Zunehmend bilden sich Spielgemeinschaften von Vereinen, die beide einen Kunstrasenplatz besitzen. Hat die Politik da möglicherweise zu kurzsichtig zu viele Plätze bauen lassen?

Das glaube ich ganz bestimmt nicht. Aus meiner Sicht war das eine sehr weitsichtige Entscheidung, die westfalenweit große Anerkennung erfährt. Denn durch die Umwandlung der alten Aschenplätze in Kunstrasenplätze hat man insbesondere im Bereich des Kinder- und Jugendsports große Erfolge erzielt, da die attraktiven Sportstätten von der Bevölkerung auch angenommen werden.

3 Ist es abzusehen, wann mangels Spielern die ersten Spielklassen aufgelöst werden müssen?

Der demografische Wandel führt natürlich dazu, dass Mannschaften abgemeldet werden müssen. Wenn ein Verein für eine Mannschaft nur noch acht oder neun Spieler hat, macht es durchaus Sinn, beim Nachbarn anzuklopfen. Das heißt aber nicht, dass sich Vereine sofort auflösen und man die Sportplätze nicht mehr braucht.