Konzert eröffnet Jubiläumsreigen

Orchester von oben
Orchester von oben
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Ein erster Höhepunkt im Festprogramm zum 500-jährigen Bestehen des Rivius-Gymnasiums in Attendorn war das VielHarmonische Festkonzert in der Stadthalle.

Attendorn..  500 Jahre Rivius Gymnasium in Attendorn – 500 Jahre humanistische Bildung. Unter diesem Motto stehen die Veranstaltungen zum Jubiläum des Rivius Gymnasiums. Ein erster Höhepunkt war das VielHarmonische Festkonzert in der Stadthalle.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Schulleiter Rudolf Hermanns übernahmen Julia Muhr und Cemile Olmus die Moderation.

Einen gelungenen Start legte dann das Klassenorchester 6 unter der Leitung von Matthias Brenne mit Themen aus der „Muppet Show“ und „Fluch der Karibik“ hin.

Mit „Das Lidl fun goldenem Land“, einem Klezmer-Lied, sowie dem Friedenslied „Hevenu Shalom Alechem“ Annika Martin (Flöte), Jasmin Laufenberg (Violoncello) und Charlotte Sonneborn (Klavier) verabschiedeten sich die Abiturienten musikalisch vom Orchester. Sie hatten sich nach einem Besuch in Auschwitz für diese Beiträge entschieden.

Für die Fünftklässler stand nach einem Jahr Klassenorchesterunterricht „That´s how it goes“, „Open String Samba“ und „Time attack“ auf dem Programm. Titel, mit denen auch Ältere ihre Streicherlaufbahn begonnen hatten.

Die Streicher aus der „Großen VielHarmonie“ mit dem Abiturienten Dennis Poggel (Violine) als Solist näherten sich nochmals der jüngeren deutschen Geschichte: John Williams „Drei Themen aus Schindlers Liste“ erzeugten in ihrer Tiefsinnigkeit und sensiblen Interpretation auch im Publikum starke Gefühle.

Großes Orchester auf großer Bühne

Danach gehörte die Bühne ganz dem großen Orchester, anläßlich des Schuljubiläums einem Zusammenschluss aus großer und kleiner VielHarmonie, immerhin insgesamt rund 80 Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Gisela Brenne.

Den Auftakt bildete das Klanggemälde „Chariots of fire“ von Vangelis, der Hymne von den Olympischen Spielen in London. Es folgte als Kontrast und in der Geschichte nach hinten gehend Johann Strauß und die Ouvertüre zu seiner Operette „Die Fledermaus“. schnelle Walzer und die Lust am Leben, viel Temperament, all das wurde in einem sehr farbenprächtigen Musizieren gekonnt in Szene gesetzt, bevor „Der Marsch aus Tannhäuser“ (R. Wagner) die Musiker mit einer Trompetenfanfare am Beginn zu fast militärischer Disziplin rief, wobei neben dem stark Rhythmischen die schönen Melodien in keinster Weise zu kurz kamen, im Gegenteil, es reizte fast schon zum schwelgerischen Mitsingen!

Die beiden letzten Stücke des Programms führten in die Jahre vor unsere Zeitrechnung: erweckte diese kraftvollen Kämpfer in einer wirkungsvollen Komposition wieder bis zu einer akkustischen Battle. Hochkonzentriert und mit beeindruckendem Klangvolumen musizierte das von seiner Leiterin energisch geforderte Orchester. Hans Zimmers Filmmusik zu „Gladiator“. Die Filmmusik „Jurassic Park“ von John Williams bot als Schlussstück ein berauschendes Klanggemälde.Das Publikum honorierte diese tolle Leistung mit tosendem Beifall.

Als Zugabe gab es einen ganz besonderen Bonbon: Ernst Toch´s Sprechstück „Topographische Suite“ mit einem Text von Jasmin Laufenberg: „Rivius, das sind 500 Jahre, das sind grün-weiße Farben, Herz der Stadt an der Bigge, das Alte, das Neue, das gelbe Gebäude, ja das ist das Rivius…“ – ein gelungener Spruch für Start in das Jubiläum des Rivius-Gymnasiums.