Kollegen in Finnentroper Firma mit Kopfstößen attackiert

Finnentrop/Siegen..  Um die Unterbringung eines 26-Jährigen in der geschlossenen Psychiatrie geht es in einem Sicherungsverfahren vor dem Siegener Landgericht. Die 1. Große Strafkammer unter Vorsitz von Richter Wolfgang Münker hat drei Verhandlungstage angesetzt.

Es geht um drei Vorfälle in einer Firma in Finnentrop. Zunächst soll der damals dort angestellte Beschuldigte am 18. Februar vergangenen Jahres einem anderen Mitarbeiter unvermittelt einen Kopfstoß gegeben haben.

Räuberische Erpressung

Nur drei Tage später soll er dann einem anderen Arbeitskollegen ebenfalls einen Kopfstoß versetzt haben. Schließlich, so die Staatsanwaltschaft, soll er einige Zeit später noch einen dritten Kollegen heftig körperlich attackiert haben. Er soll ihn aufgefordert haben, ihm Geld zu geben, da er ihm dieses noch schulde. In Wirklichkeit hatte der attackierte Firmenmitarbeiter aber gar keine Schulden beim Beschuldigten. In diesem Fall geht es um räuberische Erpressung.

Mittlerweile wurde der 26-Jährige begutachtet. Dabei kommt das psychiatrische Gutachten zum Ergebnis, dass die Schuldfähigkeit des Mannes bei den Taten erheblich eingeschränkt oder sogar aufgehoben war.

Urteil am 19. Februar

Das Gericht muss nun über die Unterbringung in der Psychiatrie entscheiden. Eine weitreichende Entscheidung, die für den Betroffenen von lebenslanger Dauer sein kann. Deshalb darf so ein Beschluss auch nur von einer Kammer an einem Landgericht gefasst werden.

Auftakt der Verhandlung ist am Donnerstag, 12. Februar (9 Uhr, Saal 165). Weiter geht es einen Tag später. Das Urteil soll am 19. Februar gesprochen werden.