Kohlenmeiler glüht, Brunnenfest eröffnet

Grevenbrück. „.  Gestern beim Aufschichten des Meilers haben die „Gesellen“ auch angesichts der Temperatoren gemerkt, was das für eine Sauarbeit ist. Aber ich verspreche ihnen: Im Vergleich zum Ablöschen, Aufbrechen und Ernten war das ein Kindergeburtstag.“

Köhler Hubertus Birkelbach weiß, wovon er redet. Seit seiner Kindheit in Lenne hat er im Elternhaus das Schweiß treibende Handwerk von seinem Großvater und seinem Vater Günter gelernt. Gestern Abend fachte er das Feuer im Kohlenmeiler am Ehrenmal in den Planken in Grevenbrück an. Und eröffnete im Beisein zahlreicher Ehrengäste und Festbesucher die Meilertage im Jahre des 875-jährigen Bestehens des Ortes.

Brunnenfest

Arge-Vereinsvorsitzender Sendler hatte die Besucher begrüßt. Ausdrücklich auch Engelbert Stens, den Vorsitzenden des örtlichen Heimatvereins. Dieser hatte angesichts des Dorfjubiläums auf das traditionelle eigene Brunnenfest verzichtet und dieses in die Meilerwochen integriert. Zum Dank hatte die örtliche Feuerwehr einen fröhlich sprudelnden Brunnen in den Peilen errichtet.

Vorbereitungen

Unendlich viel Arbeit steckte bereits in den Vorbereitungen der Meilertage. Zahlreiche freiwillige Helfer opferten viel Freizeit, um den Platz vor dem Ehrenmal in ein richtiges kleines Zeltdorf zu verwandeln. Allen voran Willi Sommer, der nach einem Unfall gestern bei der Eröffnung zwar nicht dabei sein konnte. Der seinen Kameraden aber versprochen hatte „Ab morgen bin ich vor Ort, und wenn ich mich selbst aus dem Krankenhaus entlassen müsste.“

Die Geistlichen Schmidt und Kessler segneten den Meiler und stellten das geschäftige Treiben rundherum in den nächsten zehn Tagen mit Fürbitten und Gebeten unter den Schutz des Allerhöchsten.

Bevor Meilertage/Brunnenfest aber mit dem Anstich eines Fässchen Krombacher Bieres durch Bürgermeister Stefan Hundt zünftig eröffnet waren, erläuterte Köhler Birkelbach einige Fakten und Daten: Die insgesamt 60 Raummeter des von Peter Schauerte gestifteten Holzes werden in den komm enden Tagen und Nächten 90 Prozent ihres Gewichtes verlieren, der Umfang des Meilers sich um ein Drittel verringern. Die Besucher werden die Meilertage sicherlich genießen.