Königswürde und eine Hauptrolle in New York

Die beiden neuen Attendorner Könige Georg Schüttler und Andreas Epe (rechts)
Die beiden neuen Attendorner Könige Georg Schüttler und Andreas Epe (rechts)
Foto: WP
Niederste Poorte, beste Poorte. Die These der neuen Majestäten Vogelkönig Georg Schüttler und Scheibenkönig Andreas Epe bringt es auf den Punkt. Zumindest, was die Treffsicherheit angeht

Attendorn..  Niederste Poorte, beste Poorte. Die These der neuen Majestäten Vogelkönig Georg Schüttler und Scheibenkönig Andreas Epe bringt es auf den Punkt. Zumindest, was die Treffsicherheit angeht. Beide neuen Majestäten sind in der Niedersten zu Hause.

Beim Vogelkönigsschießen waren mit Andreas Scheele, Georg Schüttler und Andreas Epe gleich drei Vertreter der Niedersten am Gewehr. Rudolf Hoffmann machte anders von sich reden und schoss mit einer Hand locker aus der Hüfte. Das änderte sich mit fortschreitender Schusszahl. Die Bewerber bewiesen höchste Konzentration.

Bei Schuss 112 ein Blick nach oben. Georg Schüttler war an der Reihe. Könnte der Vogel fallen? Das würde ja passen beim Chef der Feuerwehr. Fehlanzeige! Es ging munter weiter. Bei etwa 140 Schüssen prophezeite Hauptmann Markus Harnischmacher die magische Schusszahl von 180. Auch daneben. Es ging über die 200. Bei 212 hätte es mit einer falschen Zahl für den Stadtbrandmeister fast wieder passen können. Dem war aber auch nicht so.

Der Eimer mit den leeren Patronen war längst übergequollen und die Schießmeister beschäftigten sich langsam aber sicher mit der Frage, ob es in Anbetracht, der noch vorhandenen Patronen nötig werden könnte, Nachschub zu holen. Von hinten ein beruhigender Hinweis: „Wenn noch 30 Patronen da sind, dann fahr ich.“

Dazu kam es nicht mehr. Ein treffsicherer Schuss, ein prüfender Blick in Richtung Kugelfang, Georg Schüttler riss die Arme in die Höhe und machte eins sofort klar: „Ich gehe bei der Steubenparade in der ersten Reihe.“

Der Blick nach New York

Der selbstständige Elektromaschinenbaumeister war in seinem dritten Anlauf am Ziel seiner Träume. Königin Regina schob sich durch die Menge aus Gratulanten und verdrückte einige Freudentränen an der Seite ihres Mannes, der sie mit einem Küsschen empfing. Auch die Königskinder Eva (25), Anna (19) und Peter (22) waren völlig aus den Häuschen. Vor Freude sogar leicht zitternd ließen sich die „Prinzessinnen“ und der „Prinz“ von den Freunden und Gönnern umarmen. Es machte den Eindruck, dass allen ein Stein vom Herzen gefallen war. Georg Schüttler zählt das Segeln und das Kegeln zu seinen Hobbys und natürlich die Feuerwehr, in der seit 1976 aktiv ist und seit sieben Jahren das Amt des Stadtbrandmeisters bekleidet.

Klares Ergebnis

Mächtig Adrenalin hatten Andreas Epe und Rudolf Hoffmann freigesetzt. Beide machten sich auf den Weg zum Scheibenschießen, das mit einem eindeutigen Ergebnis endete: Mit drei „Zehnern“ und fünf „Neunern“ machte Andreas Epe schon in der ersten Runde alles klar. Ein Jubelschrei und die strahlende Königin Barbara Epe, die ihrer Tochter Josefine (4) auf dem Arm ins Ohr flüsterte „Ja! Der Papa ist Scheibenkönig“. Die Regentin räumte ein: „Ich hatte nicht damit gerechnet. Ich bin sprachlos und berührt. Ich gönne es ihm von Herzen.“ Einige Freudentränen und etliche Gratulanten später war die Freude auch auf die stolzen Söhne Maximilian (14) und Konstantin (5) übergeschwappt. Andreas Epe ist Projektleiter bei der Firma Kirchhoff Automotive. Zu seinen Hobbys zählt der 45-Jährige die Schützengesellschaft, in der er seit zwei Jahren das Amt des Kassierers bekleidet.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE