Kleiderkammer schreibt Erfolgsgeschichte

Das Team der Kleiderkammer der Caritas Meggen lädt am Sonntag zum Tag der offen Tür mit Trödelmarkt ein.
Das Team der Kleiderkammer der Caritas Meggen lädt am Sonntag zum Tag der offen Tür mit Trödelmarkt ein.
Foto: privat
Was wir bereits wissen
Seit 40 Jahren ist das Team der Kleiderkammer im ehrenamtlichen Einsatz. Sortiert gebrauchte Kleidung, und Haushaltswaren und -geräte und bietet sie zum Schnäppchenpreis zum Kauf an.

Meggen..  „Puh, geschafft“ denken sich die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Kleiderkammer der Caritas Meggen, als sie nach drei anstrengenden Stunden bei Kaffee und Kuchen zusammen sitzen.

Der erste Tag nach den Ferien stellt für die engagierte Truppe stets eine besondere Herausforderung dar. Kleidersäcke, die während der zweiwöchigen Pause abgegeben wurden, müssen sortiert und aufgehängt werden. Jede Menge Kleiderspenden, Trödel, Haushalts- und Spielwaren kommen hinzu, so dass drei Stunden lang Hochkonjunktur im Meggener Caritas-Haus herrschte.

Viele flinke Hände wuseln durch die Klamotten. Manches ist so stark verschmutzt, dass man Handschuhe tragen muss. Die Kleiderspenden werden in drei Kategorien aufgeteilt. Guterhaltenes wird gegen einen geringen Obolus verkauft, oder in Säcken nach Paderborn abgegeben. Kaputte und verschmutzte Kleidungsstücke werden von der Kolpingsfamilie Meggen recycelt.

Viele treue Seelen

Die Sortierarbeiten alleine sind eine starke Leistung, wenn man bedenkt, dass die Ehrenamtlichen von über 40 bis über 80 Jahre alt sind. Mit viel Herzblut bei der Sache auch die Ältesten, Hanni Rosenthal mit 87 Jahren und ihre Schwester Tine Müller, die im vergangenen Dezember ihren 85. Geburtstag feierte. Neben ihrem runden Geburtstag kann Tine Müller mit einem weiteren Jubiläum aufwarten: Sie gehört seit 30 Jahren - so lange wie kein anderer - zum Team der Kleiderkammer.

Eine weitere treue Seele, an die sich alle gerne erinnern, ist Günter Kebben. Der engagierte Helfer wurde für seinen stetigen Einsatz auf der Weihnachtsfeier mit einem Geschenk bedacht und verabschiedet.

Viele Nationalitäten

Mit Klopfen macht sich ein Besucher bemerkbar, der eine Kleiderspende abgeben möchte. Edeltraud Hufnagel, seit 2006 Leiterin der Kleiderkammer, öffnet die Tür. Kein ungewöhnliches Bild. Die Kleiderkammer blickt in diesem Jahr auf ihr 40-jähriges Bestehen zurück. Im Dezember 1974 fasste die Caritas-Konferenz Meggen den Entschluss, eine Kleiderkammer einzurichten. Einer der ausschlaggebenden Gründe war der Anstieg der Gastarbeiter.

Anfangs wurde mit den primär türkischen Gastarbeitern in fröhlicher Runde Kaffee getrunken und Waffeln gegessen. Heute sind es viele Nationalitäten, die das Angebot nutzen. Rund 6000 verkaufte Kleidungsstücke jährlich liefern den deutlichen Beweis, dass das Angebot auch in Zeiten günstiger Modegeschäfte für viele Menschen wichtig ist.

Nicht nur die Zahl der wöchentlichen Besucher ist seit dem stetig gewachsen, sondern auch die Vielfalt der abgegebenen „Second-Hand-Artikel“. Neben Kleidungsstücken sind es heute auch Haushalts- und Spielwaren, Kleingeräte, Bücher und Porzellan, die abgegeben werden. Ein Teil davon wechselt auf den jährlichen Adventsbasaren der Caritas ihren Besitzer.

Tag der offenen Tür

Da der Fundus aber so groß und das Platzkontingent beschränkt ist, haben sich die Helferinnen und Helfer entschieden am kommenden Sonntag, 26. April, ab 13 Uhr einen Tag der offenen Tür mit Trödelmarkt zu organisieren. Auf gutes Wetter und viele Gäste freut sich das Team der Kleiderkammer mit Edeltraud Hufnagel, Manuela Decker, Katja Dobernig, Annette Fängewisch, Heike Hanses, Reinhard Heimes, Christiane Heinl, Hanne und Klaus Hellermann, Ruth Hennes, Corinna Hesse, Doris Hoberg, Achim Kramer, Gabi Schauder und natürlich die „Dienstältesten“ Tine Müller und Hanni Rosenthal.