Klares Votum für Finnentroper Immobilien GmbH & Co. KG

Finnentrop..  Die Sache eilt, machte Bürgermeister Dietmar Heß deutlich und bat darum, über die Hintergründe nicht öffentlich zu diskutieren.

In der Sache, die Gründung der Finnentroper Immobilien GmbH & Co. KG sowie deren Komplementärin, der Finnentroper Immobilien Verwaltungsgesellschaft mbh, folgten ihm CDU, SPD und UWG. Sie lehnten zunächst den Antrag der Fraktion der Freien Wähler FÜR Finnentrop ab, den Punkt mangels Zeit für eine intensive Prüfung der Gesellschafterverträge, die den Ratsmitgliedern erst tags zuvor gegen 14 Uhr zugestellt worden waren, von der Tagesordnung abzusetzen. Dann beschlossen sie gegen die Stimmen der FÜR-Fraktion die Gründung beider Gesellschaften.

Vorrangigstes Ziel der Finnentroper Immobilien GmbH & Co. KG ist es, den Erwerb, die Errichtung, die Unterhaltung und die Verwaltung von kommunalen Immobilien zur Deckung des Wohnraumbedarfs in Finnentrop kostengünstiger als bisher für die Gemeinde zu regeln. Zum Beispiel über die Generierung steuerlicher Vorteile.

393 000 Euro für Begegnungsstätte

Und das schon beim bevorstehenden Ankauf des Hotels Cordes in Bamenohl für ein erkleckliches Sümmchen. Wenn auch über den Kaufpreis geschwiegen wird, so erlaubte der Tagesordnungspunkt „Einrichtung einer Begegnungsstätte“ zumindest eine Ahnung, um welche Größenordnung es sich handeln könnte. Diese Begegnungsstätte „nicht nur für Asylbewerber, sondern für die Bamenohler, für das ganze Quartier“, wie Bürgermeister Heß betonte, soll im Erdgeschoss des auf drei Ebenen genutzten Hotels eingerichtet werden.

Dabei werden in der Kostenaufstellung für die Realisierung des mit 393 000 Euro veranschlagten Vorhabens, wofür man auf eine Landesförderung von 70 Prozent hofft, „anteilige Grunderwerbskosten von 111 000 Euro“ ausgewiesen. Im ersten Obergeschoss und im Dach sollen Asylbewerber untergebracht werden.

Ralf Helmig (CDU) freute sich, mit der Immobilien GmbH zukünftig „an der ein oder anderen Stelle ein paar Euro zu sparen“ und Jens Nagel (SPD) meinte zu den Cordes-Plänen: „Das ist eine tolle Sache, eine gute Idee. Fördermittel sind immer gut“.