Klares Votum: 146 Stimmen für Peter Weber

Olpe..  20.44 Uhr in der Rhoder Schützenhalle. Jochen Ritter tritt ans Mikrofon. Der CDU-Stadtverbandsvorsitzende kennt das Ergebnis der Wahl. 232 Mitglieder der Olper CDU haben abgestimmt. 146 haben sich für Peter Weber entschieden, 83 für Dr. Bettina Wolf - bei zwei Enthaltungen und einer ungültigen Stimme. Damit ist klar: Der Faktionsvorsitzende im Olper Rat geht als CDU-Kandidat ins Rennen um das Bürgermeisteramt in der Kreisstadt.

Viele neue Mitglieder

Weber selbst sagte kurz nach der Wahl, er freue sich sehr über das Votum und verspreche, er werde sich nach Kräften dafür einsetzen, „dass der nächste Bürgermeister wieder von der CDU kommt.“ Ein besonderer Dank ging an Dr. Bettina Wolf. Die Art und Weise der Vorstellung in den Ortsunionen sei einer christlichen Partei würdig gewesen. „Jetzt wollen wir gemeinsam auf den 13. September zuarbeiten.“

19.07 Uhr. Jochen Ritter freute sich beim Blick auf die große Zahl der Mitglieder, die zur Kandidatenkür gekommen sind. „Wir waren selten beschlussfähiger“, sagte er und begrüßte besonders die neuen Mitglieder, denn der Zulauf in den letzten Wochen sei bemerkenswert gewesen. Er hoffe, dass das Interesse auch über die Personalentscheidung hinaus andauere.

CDU-Kreisvorsitzender Theo Kruse MdL betonte, diese Veranstaltung sei ein „lebendiges Beispiel dafür, dass die Parteiendemokratie eine Zukunft hat“. Gleichzeitig appellierte er an alle, nach der Entscheidung geschlossen in die Wahl im September zu gehen.

Chancen der Zukunft

Danach hatten die Bewerber das Wort. Sie nutzten die Chance noch einmal ihre Prioritäten zu benennen. Dr. Bettina Wolf versprach „immer nah an den Menschen zu sein“, für eine wirtschaftliche Haushaltsführung einzutreten und die Chancen zur interkommunalen Zusammenarbeit zu nutzen. Ihr liege eine kommunikative und transparente Verwaltung am Herzen. Olpe müsse als schönste Stadt im Kreis zukunftsfähig und attraktiv bleiben.

Peter Weber will die Zukunft der Stadt und der Bürger mitgestalten, Entscheidungen langfristiger und transparenter vorbereiten und auch der schweigenden Mehrheit der Bevölkerung Gehör verschaffen. Auch er sieht es als notwendig an, die interkommunale Zusammenarbeit auszubauen. Verwaltungshandeln gehöre immer wieder auf den Prüfstand, sagte er und betonte, er freue sich darauf, „gemeinsam daran zu arbeiten, dass Olpe die Chancen der Zukunft nutzen kann.“

Fragen an die Kandidaten gab es nicht. Weitere Bewerbungen auch nicht. Offen blieb auch, wie sich Bürgermeister Horst Müller gestern Abend fühlte. Ritter hatte bei der Begrüßung überlegt, was dem amtierenden Bürgermeister wohl so durch den Kopf gehe. Der antwortete: „Das erzähle ich Dir später mal.“