Keine große Party

Olpe..  Seit 100 Jahren existiert der Altbau des Städtischen Gymnasiums Olpe. Unzählige Pennäler haben in dieser Zeit am SGO ihr Abitur gebaut. Deshalb sollte es jetzt auch für sie rundgehen in der Penne der Kreisstadt. Geplant war für die Ehemaligen eine große Feier im Rahmen der Festwoche. Nach dem Festakt am morgigen Samstag sollte am Abend eine Ehemaligenfeier über die Bühne gehen. Ein Treffpunkt für Lehrer, Eltern und Ehemalige mit Live-Musik von Bernward Koch, TIL und T-Time war im Forum geplant. Das SGO bat um Kartenreservierungen.

Zwar wurde die Werbetrommel gerührt, doch am Ende sahen die Altbau-Party-Organisatoren alt aus. Grund: Ihr Ruf nach Ehemaligen verhallte (fast) ungehört. Folge: Die ursprünglich im großen Rahmen geplante Party fällt ins Wasser.

„Wir haben uns leider dazu entschließen müssen, die für kommenden Samstag geplante Ehemaligenfeier abzusagen. Die sich abzeichnende Teilnehmerzahl rechtfertigt leider nicht die entstehende Arbeit und die entstehenden Kosten für diesen Abend. Wir bedauern diese Entscheidung sehr und bitten um Ihr Verständnis“, teilte das Städtische Gymnasium auf seiner Homepage mit. Die ehemaligen Schülerinnen und Schüler, Lehrer und Eltern, die eine Karte für die Ehemaligen-Party reserviert hatten, wurden per Post über die Absage informiert.

Halbes Jahr geplant

„Das ist schade, keine Frage. Aber da hätten wir der Schule Kosten aufgebürdet, das wäre nicht zu rechtfertigen gewesen“, sagte der stellvertretende Schulleiter, Holger Köster, auf Anfrage unserer Zeitung. Ein halbes Jahr hatten die Planungen für die Ehemaligenfeier mit Livemusik gedauert. Am Dienstag habe man dann die Reißleine gezogen, so Köster: „Es war die letzte Möglichkeit. Aufwand und Kosten waren nicht zu rechtfertigen. Dafür haben wir kein Budget. Das wäre nicht zu verantworten gewesen.“ Etwa 2000 Euro hätte die Feier gekostet, unter anderem für Bands, Gema-Gebühren und Security. Nur 30 Ehemalige meldeten sich an und reservierten eine Karte. Viel zu wenig. Immerhin sind dem SGO jetzt keine Kosten entstanden.

Zur Frage, ob die Absage nicht peinlich sei, meinte Köster: „Es ist unglücklich gelaufen. Wir sehen das aber nicht als Sieg oder Niederlage. Das Interesse war einfach nicht da. Das mit den Ehemaligen ist leider ein bisschen eingeschlafen. Vielleicht war auch der Zeitpunkt nicht so günstig. Vielleicht wäre es richtig gewesen, das nicht in so einem großen Rahmen zu planen.“

Als Alternative gibt es morgen ab 19.30 Uhr eine zwanglose Feier im Forum, ohne Anmeldung, Eintritt und Livemusik. Die kommt vom Band und draußen wird nach Auskunft von Köster gegrillt: „Jeder ist willkommen.“