Keine Chance für Kooperation

Krankenhaus St.Barbara Attendorn
Krankenhaus St.Barbara Attendorn
Foto: Hans Blossey
Was wir bereits wissen
Eine Kooperation zwischen dem Attendorner und dem Plettenberger Krankenhaus wird es nicht geben. Das bestätigte gestern auf Anfrage Helios-Pressesprecher Tobias Pott.

Attendorn..  Eine Kooperation zwischen dem Attendorner und dem Plettenberger Krankenhaus wird es nicht geben. Das bestätigte gestern auf Anfrage Helios-Pressesprecher Tobias Pott. Dass keine Möglichkeit zur Zusammenarbeit gesehen wird, wurde aus Plettenberg unter anderem mit dem Hinweis auf die unterschiedlichen Führungskulturen begründet. Tobias Pott wollte das nicht kommentieren: „Ich weiß nicht, wie das gemeint ist. Wir sind ein börsennotiertes Aktienunternehmen, das Krankenhaus Plettenberg gehört zu einer Stiftung.“

Beide Häuser kämpfen mit roten Zahlen und gehen mit der Situation unterschiedlich um. Attendorn hat 2014 rund vier Millionen Euro Minus gemacht, in Plettenberg dürften die Verluste zwar auch siebenstellig, aber deutlich geringer sein. Helios hat nach der Übernahme das MVZ geschlossen, hier verloren 38 Mitarbeiter ihren Job, und 2014 noch einmal 44 Mitarbeiter entlassen, kündigt gleichzeitig aber Investitionen zur Stärkung des Standortes an. Geschäftsführer Tobias Hindermann verweist auf eine aktuell sehr erfreuliche Patientenentwicklung („Wir sind belegt wie seit Jahren nicht mehr“) und ist zuversichtlich, 2015 mit Gewinn abzuschließen.

In Plettenberg haben alle 360 Mitarbeiter einen Beitrag zur Krisenbewältigung geleistet. Grundsätzlich haben sich alle bereit erklärt, auf die Hälfte des Weihnachtsgeldes und die für März angekündigte Tariferhöhung zu verzichten. Das Einsparungspotenzial liegt bei rund 500 000 Euro. Geschäftsführer Michael Kaufmann verwies im Januar im Gespräch mit unserer Zeitung auf die seit Monaten stark steigenden Patientenzahlen.