Kein Mensch darf vergessen werden

Kreis Olpe..  „Kein Mensch darf vergessen werden“, lautet das Motto, unter das die Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe (DAHW) ihre Aktivitäten anlässlich des Welt-Lepra-Tages, der am kommenden Sonntag begangen wird, gestellt hat. „Kein Mensch darf vergessen werden“, sagt auch Landrat Frank Beckehoff, der damit an die Bürgerinnen und Bürger des Kreises Olpe appelliert. „Mit Ihrer Spende stellen Sie sich an die Seite der Armen und Kranken und schenken ihnen ein Leben in Gesundheit und Selbstbestimmung.“

Im Blickpunkt der Aktionsgemeinschaft Kreis Olpe der DAHW steht seit einigen Jahren eine Partnerschaft zu mehreren Lepra- und TB-Projekten im Bundesstaat Maranhão in Brasilien. Maranhão ist der ärmste Staat Brasiliens, der mit fast 4000 Leprafällen jährlich die höchste Zahl an Neuerkrankungen landesweit hat.

Das Herzstück der dortigen Lepraarbeit ist das Rehabilitierungszentrum in Sao Luis, in dem ein Team von Ärzten, Krankenschwestern, Krankengymnasten, Beschäftigungstherapeuten und Psychologen die Patienten betreut und Leprakurse für medizinisches Fachpersonal, das in der gesamten Region tätig ist, organisiert.

Darüber hinaus werden ehemalige Leprakranke mit teilweise schweren Verstümmelungen in der Sozialeinrichtung von „Lar Maria“ durch Alphabetisierungskurse sowie einkommensschaffende Maßnahmen, die auch vielen Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen, unterstützt.

Nicht nachlassen

Die Unterstützung für Maranhão aus dem Kreis Olpe wird koordiniert von dem deutschstämmigen Manfred Göbel, der im vergangenen Jahr in Olpe eindrucksvoll über seine Arbeit berichtet hat. „Dank der Aufgeschlossenheit und Spendenfreudigkeit der Menschen im Kreis Olpe“, so Göbel, „konnte das Projekt die notwendige Förderung erhalten.“

„Die unterstützenden Schulen und die Spender aus dem Kreis Olpe sollten daher in ihrem Eifer nicht nachlassen, damit die erfolgreiche Lepra- und TB-Arbeit in Brasilien weitergeführt werden kann“, so Landrat Beckehoff. „Damit können auch wir einen Beitrag dazu leisten, dass kein Mensch vergessen wird.“