Katastrophe in Meggen

1875 8. Februar: Der Schöpfer der Reichsversicherungsordnung, der Elsper Johannes Becker - von 1907 bis 1933 Mitglied des preußischen und weimarerischen Reichstages, geboren auf dem Schmittgenhof - trat als Staatssekretär während seiner 26-jährigen parlamentarischen Arbeit im Berliner Reichstag für die Rechte der arbeitenden Klasse ein. Er verlangte als leidenschaftlicher Sprecher der Zentrumspartei am 26. Januar 1933 im Berliner Reichstag eine langfristige Vertagung des Reichstags, um die Hitler-Partei auszuschalten. Als engster Freund von Reichskanzler Brüning und persönlicher Gegner von Hitler trat der willensstarke Elsper Johannes Becker vor Auflösung der Zentrumspartei Ende Januar 1933 in den politischen Hintergrund; er starb am 12. Mai 1955. Becker gehörte zu denen, die am 19. Januar 1919 in Weimar die Republik ausriefen und damit die Nationalversammlung gründeten.

1944 9. Februar: Meggen wird von dem größten Grubenunglück des heimischen Bergbaus betroffen. Bei einer Explosion von neun Tonnen Sprengstoff auf der Erbstollensohle sterben 74 Bergleute, werden 45 schwer verletzt. Unter den Toten sind 17 Bergleute aus Meggen, Bracht, Elspe, Halberbracht und Oberelspe, 21 Kriegsgefangene aus Frankreich, Italien, Polen und Russland.

1937wird in Drolshagen Bruno Reuber geboren, 1965 Kunstmaler und Graphiker beim Westdeutschen Rundfunk in Köln, Mitglied im Künstlerbund Südsauerland, bekannt durch zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen;

1971 11. Februar: Dr. Hubert Tigges, Begründer der Europäischen VHS-Gemeinschafts-Studienreisen stirbt. Tigges veranstaltete ab 1950 Pilgerreisen nach Rom, Lourdes, Fatima, Palästina, Jordanien, Syrien, Irak, Libanon, Persien und Indien.

Tigges wurde am 20. Oktober 1895 in Förde-Grevenbrück geboren. Tigges Gemeinschaftsfahrten hatten schon nach dem 1. Weltkrieg das Ziel, „Verständnis und Versöhnung durch persönliche Kontakte herzustellen“.

1768 12. Februar: Josef Freidhof wird in Heggen geboren. Auch Goethe begeisterte sich für die Kupferstiche des Sauerländers, der in Berlin zu Ruhm und Ehren kam. Freidhof war Mitglied des Senats der Königlichen Akademie der Künste in Berlin.

1989in Attendorn wird die Gedenktafel des Bildhauers Karl-Josefs Hoffmann aus den Glasscherben der zersplitterten Eingangstür des ehemaligen jüdischen Bethauses der Synagoge angebracht.

Die Gedenkansprache hält Roman Mensing, Leiter des St. Ursula-Gymnasiums.

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