Jugendliche gestalten Zukunft
14.08.2012 | 17:30 Uhr 2012-08-14T17:30:00+0200
Neu-Listernohl. Fünfte deutsch-chinesische Jugendbegegnung in der Akademie Biggesee
Bereits zum fünften Mal findet derzeit in Regie der Akademie Biggesee in Neu-Listernohl eine deutsch-chinesischer Jugendbegegnung statt. Seit dem vergangenen Freitag ist eine 14-köpfige Gruppe chinesischer Jugendlicher, allesamt Schüler eine privaten Sprachenschule in der Millionenmetropole Qindao, in der Akademie zu Gast.
Gemeinsam mit ebenso vielen Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 des Altenhundemer Gymnasiums Maria Königin lernen sie Deutschland, das politische und soziale System, die Denk- und Lebensweise, die Arbeitswelt sowie Sehenswürdigkeiten in Nordrhein-Westfalen kennen.
In einem Wochenend-Workshop in der Akademie Biggesee, wobei die gesamte Kommunikation in Englisch erfolgte, der von deren China-Experten Bernd Neufurth und Leiter Udo Dittmann begleitet wurde, stand zunächst das Thema Werte im Mittelpunkt. Die Jugendlichen gingen in gemischten Arbeitsgruppen gemeinsam Fragen nach, wie: Was ist uns wichtig? Wonach leben wir? Welche Probleme haben wir? Was müssen wir tun, damit auch spätere Generationen ein gutes Leben haben können?
Die Antworten auf diese Fragen wurden zu einem Katalog von Regeln und Werten aufgelistet, die zu einer Art „Zehn Gebote“ für das Leben in einer Stadt der Zukunft zusammen geschrieben wurde, die dann auch entworfen und baulich in Modellen umgesetzt wurden. Eine Stadt trug im Zeichen der Gemeinsamkeit den Namen „Germina“.
Modelle und Regeln wurden im Plenum vorgestellt und diskutiert. Dabei stellte sich heraus, dass die Wahrung der Menschenrechte sowie einer Ordnung bei Verzicht auf Gewalt, aber auch das Recht auf freie politische Betätigung und Wahlen sowie Chancengleichheit und die Ächtung jeglicher Diskriminierung bei allen Jugendlichen einen hohen Stellenwert besitzen.
Als „zweite Säule“ des Begegnungsprogramms, so Bernd Neufurth, stehen Besuche bei Kirchhoff Automotive, beim Attendorner Bürgermeister sowie im Gymnasium Maria Königin an. Das touristische Programm umfasst Tagesfahrten nach Köln und Münster sowie nach Stadt und Schloss Braunfels im Lahntal. Letztere quase als Ersatz für Heidelberg das, wie das Oktoberfest ganz oben auf der Wunschliste der jungen Chinesen stand.
Ein Tag in den deutschen Familien, „um deren Lebensart kennen zu lernen“, so Udo Dittmann, und eine Abschiedsfete runden den Besuch ab.
Der deutsche Gegenbesuch in Qindao findet bereits Ende September/Anfang Oktober statt.
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