Jugendbürgerpreis für das Maibaum-Team

Bürgermeister Dietmar Heß  zeichnete das Team der Maibaumaktion Fretter mit dem Jugendbürgerpreis aus.
Bürgermeister Dietmar Heß zeichnete das Team der Maibaumaktion Fretter mit dem Jugendbürgerpreis aus.
Foto: WP

Finnentrop..  Als Beispiel für gelingende Inklusion und bürgerschaftliches Engagement zeichnete Bürgermeister Dietmar Heß am Donnerstag im Finnentroper Rathaus das Team der Maibaumaktion im Frettertal mit dem Jugendbürgerpreis aus.

Seit 1971 werden junge Birken in den Tagen vor dem 1. Mai mit Kreppbändern geschmückt und gegen eine Spende an die Haushalte verteilt. Das Geld - jährlich über 2000 Euro - wird stets an die AG Begegnung Attendorn gespendet. Bürgermeister Heß erklärte, dass die Aktion, die vor über 30 Jahren in Fretter begann, mittlerweile Bestand des Terminkalenders in vielen Orten sei.

20 bis 25 Jugendliche stellen sich dabei stets in den Dienst der guten Sache. Stellvertretend bedankte sich das Gemeindeoberhaupt bei den „Machern“ Helmut Pott, Markus Schauerte und Steffen Neuhäuser. Die AG Begegnung mit, der auch ein gemeinsames Fest jährlich stattfindet, verwendet das Geld für Ferienfreizeiten.

Zum Neujahrsempfang fanden sich wie in den Vorjahren zahlreiche Gäste im Rathaus ein. Neben der Verleihung des Jugendbürgerpreises standen Begegnungen im Vordergrund. Bevor Bürgermeister Heß das vergangene Jahr Revue passieren ließ und einen Ausblick auf 2015 gab, betonte er, dass der Empfang sich zu seiner festen Größe in den Terminkalendern etabliert habe. Die Anwesenden bekunden zu dem mit ihrem Erscheinen ihr Interesse an der Gemeinde Finnentrop.

Reges Interesse

Dietmar Heß betonte, dass die Menschen in der Gemeinde von der Vielfalt und vom breiten ehrenamtlichen Engagement leben. Er lobte das rege Interesse an dem Aktionstag „Lenne lebt“ und prognostizierte für Anfang September, im kleineren Rahmen und mit Abstimmung der sieben weiteren Kommunen eine zweite Auflage, bei der die nachzuholende Einweihung der neuen Straße, des Fußgängerwegs und des bis dahin weitgehend fertiggestellten Lenneparks vollzogen werden könnten.

Kritik übte Heß an der originären Finanzausstattung der Kommunen, die von Kreis, Land und Bund mit zusätzlichen Aufgaben und Umlagen belastet würden, die den eigenen Spielraum immer weiter zurück drängten und abhängig machten von Fördergeldern. Das Radwegekreuz Finnentrop habe eine infrastrukturelle Bedeutung.

Hochwasserschutz umgesetzt

Im Zuge der Radwegverbindung von Bamenohl werde auch der Hochwasserschutz im Ohl in Bamenohl umgesetzt werden können. Weitere Themen seien die Windenergie, der Breitbandausbau und die Unterbringung von Flüchtlingen.

Zu Unsicherheiten habe der neue Brandschutzbedarfsplan geführt. Heß erklärte, dass dabei nicht die Feuerwehr neu organisiert werden müsse. Der Plan liste Gefahrenpunkte auf, formuliere Sicherheitsziele und untersuche die Einsatzstärken.