Jugendberufsagentur ebnet Weg zum Job und zur Ausbildung

Theo Melcher (links) Dr. Bettina Wolf (Mitte) und Hans-Georg Völmicke (rechts) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Im Hintergrund: Michael Färber (Fachbereichsleiter Kreis Olpe) und Simone Stuhrmann (Bereichsleiterin Arbeitsagentur Siegen).
Theo Melcher (links) Dr. Bettina Wolf (Mitte) und Hans-Georg Völmicke (rechts) unterzeichneten die Kooperationsvereinbarung. Im Hintergrund: Michael Färber (Fachbereichsleiter Kreis Olpe) und Simone Stuhrmann (Bereichsleiterin Arbeitsagentur Siegen).
Foto: privat

Olpe..  Sie ist eine der ersten ihrer Art in Nordrhein-Westfalen: Der Kreis Olpe, das Jobcenter und die Agentur für Arbeit Siegen haben eine Kooperationsvereinbarung zur Gründung einer Jugendberufsagentur im Kreis Olpe unterzeichnet. Das Ziel: Doppelstrukturen abbauen, mehr Transparenz und schnellere Entscheidungen. Kurz: Eine echte Erleichterung für die jungen Menschen auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf.

Für Dr. Bettina Wolf, Leiterin der Agentur für Arbeit Siegen-Olpe, war die schnelle Unterzeichnung ein echter Erfolg. „Wir möchten, dass die jungen Menschen mit bestmöglicher Unterstützung schnell und sicher am Ausbildungs- und Arbeitsmarkt Fuß fassen. Hierfür schaffen wir über die Arbeit der Jugendberufsagentur eine entscheidende Grundlage.“

Die Jugendlichen im Kreis Olpe werden zum Teil vom Jobcenter, von der Arbeitsagentur und von der Jugendhilfe unterstützt. Jeder Akteur arbeitet mit eigenen Bestimmungen und Gesetzen. Die Jugendberufsagentur soll vor allem eine bessere Vernetzung und ein abgestimmtes Vorgehen der verschiedenen Partner der Jugendlichen bedeuten - unabhängig davon, wo sich das Büro der Ansprechpartner befindet.

Darauf verwies auch der Geschäftsführer des Jobcenters, Hans Georg Völmicke: „Das Schöne ist: Die Jugendlichen müssen sich keine neuen Orte merken. Die Ansprechpartner bleiben im Jobcenter, Arbeitsagentur und im Kreishaus. So muss niemand durch Bürowechsel nach seinem Ansprechpartner suchen.“

Sobald aber ein Anliegen mehrere Ansprechpartner benötigt, wird zukünftig sofort eine Abstimmung zwischen den verschiedenen Behörden durch den ersten Ansprechpartner des Jugendlichen vorgenommen und auch gemeinsam mit dem Jugendlichen ein Termin bei der weiteren Stelle vereinbart. Die Abstimmung geschieht virtuell, daher sprechen die Beteiligten auch von einer „virtuellen Jugendberufsagentur“.

Transparenz schaffen

„Viele der vereinbarten Punkte sind Selbstverständlichkeiten, die die Partner auch schon lange so praktizieren“, sagte Kreisdirektor Theo Melcher, der aber auch deutlich machte: „Wir dokumentieren so unsere gute Zusammenarbeit, schaffen Transparenz über unser Angebot für die jungen Menschen und legen auch verbindliche Standards fest.“

Mit diesen verbindlichen Standards sollen die Jugendlichen weiter auf dem Weg zu einem Beruf und einer abgeschlossenen Ausbildung unterstützt werden. „Die Vereinbarung ist auch Ergebnis des gemeinsamen Zieles der Partner, Fachkräfte in der Region zu halten und den jungen Menschen mit einer abgeschlossenen Ausbildung Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen“, so Dr. Bettina Wolf abschließend.