Jubiläumsfeier für den guten Zweck

Der Musikzug Oedingen, unter Leitung von Christian Behrens begeistert und stellt sich in den Dienst der guten Sache.
Der Musikzug Oedingen, unter Leitung von Christian Behrens begeistert und stellt sich in den Dienst der guten Sache.
Foto: WP
Was wir bereits wissen
Seit 20 Jahren sorgen di Oedinger Feuerwehr-Musiker für beste Stimmung beim Schützenfest in Milchenbach. Gemeinsam mit dem örtlichen Gesangverein spielten sie zum Konzert fürs Elisabeth-Hospiz auf.

Milchenbach..  Das energiegeladene Eröffnungsstück „Opening“ intoniert vom Musikzug Oedingen, unter Leitung von Christian Behrens weckte am Samstag die Vorfreude auf ein tolles Konzert. Das Posaunenthema zu Beginn des Marsches stellt eine feierliche, fanfarenartige Ankündigung dar, die mehrmals auftaucht und zunächst von den Trompeten übernommen wurde, bevor sie schließlich im gesamten Orchester erklang.

Filigranere Klänge

Der zweite Teil des Marsches war eher von filigraneren Klängen bestimmt. Im Trio erklang eine schöne getragene Melodie, bevor der Marsch in einem feierlichen Grandioso endet. Der passende Auftakt also, den das Orchester zu Beginn servierte. Für das Konzert gab es einen besonderen Grund: Die Oedinger Musikerinnen und Musiker umranden seit 20 Jahren das Milchenbacher Schützenfest.

Die Idee zu einem Benefizkonzert zugunsten des St. Elisabeth Hospizes in Altenhundem wurde vom Gemischten Chor Milchenbach unter Leitung von Dirk Steffen sofort unterstützt. Im Wechsel mit dem Orchester bescherten die Sängerinnen und Sänger den Gästen in der gutbesuchten Halle einen klangvollen Abend.

Große Skepsis

Der Vorsitzende des Musikzug Oedingen, Alexander Schmitte, nutzte nach dem Eröffnungswerk die Gelegenheit in die Anfänge zurück zu blicken: „Es war unser erstes Schützenfest als Festmusik. Das Durchschnittsalter lag bei 21 Jahren. Die Skepsis war auf beiden Seiten groß. Der erste König, den wir begleiteten, war Markus Hanses. Am zweiten Tag, nach dem Frühschoppen war schon alles toll und nach 20 Jahren ist immer nach alles toll. Wir haben ein wunderbares Miteinander. Danke dafür, insbesondere an die Vorsitzenden und Hauptmänner.“ Viele Erinnerungen, die bewegen, sind geblieben. Dazu gehörte auch die Verabschiedung des Dirigenten der ersten Stunde, Wolfgang Schulte, auf dem Schützenfest 2013, das von vielen Emotionen geprägt war.

Gelungene Auswahl

Gänsehaut und das Lob von Alexander Schmitte: „Danke Milchenbach.“ Für den Schützenverein Milchenbach begrüßte Vorstandsmitglied Ralf Wortmann die Gäste. Das Orchester überzeugte mit einer gelungenen Auswahl bekannter und weniger bekannter Werke der Musikgeschichte. Das Programm war gespickt mit flotten und getragenen Werken, Märschen und Musikklassikern.

Bevor der Chor das Publikum mit „Ubi Caritas“ und „Only Time“ erfreute, spielte das Orchester zum hymnischen Werk „Finlandia“ und „Grandfathers Clock“ auf. Letztgenanntes ist eine alte englische Volksweise, die Justin Hachen mit einem brillanten Solo garnierte. Also keine leichte Kost, die der Musikzug bereit hielt, sondern ein breitgefächertes Repertoire, dass das Auditorium begeisterte.

Besondere Note

Viel Applaus und zufriedene Gesichter am Ende, nachdem die Musiker und die Sänger gemeinsam das „Härdlerlied“ erklingen ließen, dem Christian Behrens vertont mit musikalischen Elementen des Regimentsgrußes eine besondere Note gab. So mancher Euro landete im Spendensäckel des Hospizes, das über seine wichtige Arbeit informierte und dessen Geschäftsführer Martin Schäfer unter den Gästen weilte.