IT in der Schule und IT im Betrieb

(v.r.) Philipp Olberg und Thomas Acker von GEDIA besuchten den Informatikkurs der Jgst Q1 des St.-Ursula-Gymnasiums unter Leitung von Sebastian Ohm. Foto: Laura Menke
(v.r.) Philipp Olberg und Thomas Acker von GEDIA besuchten den Informatikkurs der Jgst Q1 des St.-Ursula-Gymnasiums unter Leitung von Sebastian Ohm. Foto: Laura Menke
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Was wir bereits wissen
Unter dem Projektnamen MINT schlossen sich erneut das St.-Ursula-Gymnasium und der Automobilzulieferer Gedia für gemeinsame Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen.

Attendorn..  Unter dem Projektnamen MINT schlossen sich erneut das St.-Ursula-Gymnasium und der Automobilzulieferer Gedia für gemeinsame Projekte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik zusammen. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, in einem Unternehmen Praxiserfahrung zu unterrichtsrelevanten Themen zu erlangen.

Zukunftschancen

Welche Zukunftschancen und Inhalte die Ausbildung als Informatikkaufmann/-frau bietet, prüften die Schüler des Informatik-Grundkurses der Jgst. Q1 des St.-Ursula-Gymnasiums mit ihrem Lehrer Sebastian Ohm. Bei einer „backstage-Führung“ in den Räumlichkeiten von Gedia in Attendorn, konnten sie sich einen praxisorientierten Einblick in die Welt der EDV-Berufe verschaffen.

Der IT Bereich boomt, doch den Betrieben fehlen Auszubildende. „Das liegt vielfach an dem völlig falschen Bild, das potentielle Bewerber von unserer Arbeit haben“, so Philipp Olberg, der seine Ausbildung als Informatikkaufmann bereits absolviert hat.

Im Mai besuchten Philipp Olberg und Thomas Acker von Gedia den Grundkurs im Informatikunterricht. Die Schüler präsentierten ihre Vorstellung der IT in einem Unternehmen. Hier konnten bereits einige offene Fragen geklärt werden. Schnell stellten die Schüler fest, dass es nicht mehr um das Zusammenschrauben von PCs oder Servern, sondern viel mehr um die Auswahl und Konzeption geeigneter Soft- und Hardwarelösungen geht.

Was das in der Praxis bedeutet, bekamen die Schüler dann Anfang Juni bei einem Gegenbesuch live zu sehen. Nach einer kurzen Betriebsbesichtigung zeigten die Gedia Mitarbeiter den Schülern an zwei Praxisbeispielen, was IT in einem mittelständischen Unternehmen bedeuten kann.

Roboterzellen im Netzwerk

So wurde zuerst anhand eines Logistikprozesses gezeigt, wie verschiedene Arbeitsschritte in dem ERP (Enterprise-Resource-Planning) System von Gedia abgebildet werden. Hierfür wurden beispielsweise die einzelnen Schritte vom Eintreffen eines Fertigungsauftrags, über die Auslagerung des Materials, der An- und Abmeldung am Maschinenarbeitsplatz bis hin zu der fertigen Rückmeldungen an das ERP-System genau beleuchtet. Im nächsten Schritt wurde den Schülern das Netzwerk der Gedia Schweißroboter näher gebracht. Mit Hilfe einer kurzen Präsentation und einem anschließenden Rundgang durch die Produktion erklärte Markus Luke, verantwortlicher Schweißfachmann, den Schülern unter anderem wie die Roboterzellen im Netzwerk angeschlossen sind, und wie sie somit problemlos untereinander kommunizieren können. Mit Hilfe dieser Beispiele wurde veranschaulicht, wie abhängig die einzelnen Fachbereiche mittlerweile von einer guten IT-Infrastruktur und IT gestützten Geschäftsprozessen sind. Dies verdeutlichte den Schülern wie tief die Prozesse der unterschiedlichen Abteilungen in den Bereich der Informationstechnologie verwurzelt sind und wie eng die einzelnen Bereiche mit der IT zusammenarbeiten müssen, damit gewährleistet werden kann, dass die Arbeitsabläufe möglichst genau und effizient funktionieren.