Integrations-Potenzial wird nicht genutzt

Olpe..  Weltweit gibt es mehr als 50 Millionen Flüchtlinge. Das stelle auch Bund, Land und Kommunen vor große Herausforderungen, ist die Bürgerinitiative Humanitäre Flüchtlingspolitik in Olpe überzeugt. In der Kreisstadt selbst allerdings geht man nach Meinung der BI mit dieser Herausforderung falsch um, wenn man das ehemalige Kolping-Familienferienheim Regenbogenland auf dem Kreuzberg zur Zentralen Unterbringungseinrichtung des Landes NRW machen wolle. Dieses Vorhaben, so die BI, werde dem Anliegen, Flüchtlingen die Integration zu erleichtern, nicht gerecht. Das machte die BI in einer Pressekonferenz deutlich (wir berichteten) und sagte zu, zeitnah auch die Olper Bevölkerung über ihr Anliegen und die Pläne der Stadt zu informieren.

Mit den politischen Fraktionen der Stadt ist die BI bereits im Gespräch und lädt jetzt zu einer Informationsveranstaltung für alle interessierten Bürgerinnen und Bürger am Montag, 19. Januar, um 19 Uhr in die Aula der Kolping-Familienferienstätte, Finkenstraße 15, in Olpe ein.

Unzumutbare Bedingungen

Im Rahmen dieser Versammlung wird die BI auch erläutern, warum sie dem Vorhaben der Stadt, das Regenbogenland „zum Durchgangslager für tausende Menschen pro Jahr zu machen“ ablehnt. Dabei spielt nicht nur das Argument eine Rolle, dass mit der Größe der Flüchtlingsunterkunft auch das Gewaltpotential steigt, sondern auch, dass die befürchtete Überbelegung des Hauses zu unzumutbaren Bedingungen für die Flüchtlinge (Einschränkung der Privatsphäre, Beeinträchtigung des Familienlebens) führen und das Integrationspotenzial nicht genutzt werden könne. Das, so die BI, gehe aus einer Studie von Pro Asyl hervor.