Integration muss ein Ziel sein

Bürgerinitiative..  Braucht Olpe eine Bürgerinitiative, die sich mit der Unterbringung von Flüchtlingen in der Stadt beschäftigt? Auf jeden Fall, meine ich und bin gerne bereit, mich dort zu engagieren. Transparenz und Öffentlichkeit sollten unverzichtbare Grundlagen ihrer Arbeit sein, darum gleich mit ein paar kritischen Anmerkungen:


Humanitäre Flüchtlingshilfe ist kein Reparaturbetrieb für unsere lange vernachlässigte Einwanderungspolitik. Ein Teil der Flüchtlinge wird sich in unsere Gesellschaft integrieren, ein anderer so schnell wie möglich in die Heimat zurückkehren wollen. Bestes Beispiel: Die syrische Familie, für die ursprünglich die alte Vikarie in Oberveischede bereit gestellt wurde, ist bereits nicht mehr im Lande. Integration derer, die langfristig bleiben wollen, muss ein Ziel unserer Flüchtlingshilfe sein, zunächst aber geht es darum, den Schock des Übergangs von einer Kultur zu einer anderen zu überwinden; konkret: Hilfe beim Einkauf ihrer gewohnten Lebensmittel, Hilfe beim Herstellen von Kontakten zu Landsleuten, Interesse an ihren Gebräuchen usw.


All das muss geschehen, wenn die Flüchtlinge als Asylanten anerkannt sind und die zentrale Übergangseinrichtung verlassen haben. Wohnungen und Häuser, aufs Stadtgebiet verteilt, sind dann tatsächlich für alle Seiten die verträglichere Lösung. Das ehemalige Regenbogenland ist dafür also nicht geeignet. Ob es als zentrale Übergangseinrichtung geeignet ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber ich gehe davon aus, dass es dafür Standards gibt, das Land NRW und die Stadtverwaltung diese kennen und sich daran halten werden. Ob ein solches Übergangsheim für Flüchtlinge oder die Integration von Asylanten aus Sicht dieser Menschen wichtiger ist? Beides muss gut gemacht werden, um sich humanitär nennen zu dürfen.
Heinrich Maiworm,

Olpe