Integration in Meggen schreitet voran

Der Vorstand der Ditib Yesil Moschee, Levent Sengül, Projektleiter Adem Bolatli, Mehmet Gürbüz, Fatih Kücük, Mehmet Elmas, Süleyman Ceylan, Nurten Ceylan, sowie HaticeCeylan (v.r.) freuen sich auf viele Gäste bei der Grundsteinlegung am morgigen Freitag.
Der Vorstand der Ditib Yesil Moschee, Levent Sengül, Projektleiter Adem Bolatli, Mehmet Gürbüz, Fatih Kücük, Mehmet Elmas, Süleyman Ceylan, Nurten Ceylan, sowie HaticeCeylan (v.r.) freuen sich auf viele Gäste bei der Grundsteinlegung am morgigen Freitag.
Foto: WP
Am morgigen Freitag erfolgt die Grundsteinlegung für die neue Moschee und das Kulturzentrum an der Ladestraße in Meggen.

Meggen..  Integration ist in Meggen keine Floskel, sondern gelebte Lebensphilosophie. Die türkischen Mitbürger, die seit Jahren und Jahrzehnten eine Heimat gefunden haben und sich laut eigener Aussage in ihrer neuen Heimat wohlfühlen, möchten das mit dem Bau der Moschee in der Ladestraße fortsetzen.

Am morgigen Freitag, 15. Mai, findet um 15 Uhr die Grundsteinlegung statt. Alle Meggener und interessierten Bürger aller Nationalitäten sind dazu eingeladen. Die ersten Planungsgespräche für das Bauwerk fanden bereits im Juni 2012 statt. Dem neu formierten Vorstand bestehend aus dem Vorsitzenden Sülegmann Ceylan, seinem Stellvertreter Levent Sengül, Projektleiter Adem Bolatli, sowie den weiteren Vorstandsmitgliedern Fatih Kücük, Mehmet Elmas, Mehmet Gürbüz und Nurten Ceylan war schnell klar, dass die Räumlichkeiten im vorhandenen Moschee- und Kulturzentrum bei weitem nicht mehr ausreichten. Den ersten Gedanken, das „Meyer-Gebäude“ zu erwerben, verwarfen die Verantwortlichen wieder, als das Gelände in der Ladestraße ins Gespräch kam. Der 1,6 Millionen Euro teure Bau soll ausschließlich aus Spenden finanziert werden. Eine allzu optimistische Kalkulation? „Nein“, betont Adem Bolatli, „unser Verein hat 400 Mitglieder und alle haben sich bereit erklärt, bereits seit zwei Jahren höhere Beiträge zu zahlen. Alleine im ersten Jahr nach der Konkretisierung der Planungen kamen viele Spenden zusammen. Zwei Jahre lang haben wir gespart.“ Zur Information fanden zwei Bürgerversammlungen statt, in denen die Verantwortlichen stets mit offenen Karten spielten und umfangreich informierten. Besonderer Wert wird darauf gelegt, dass das zu investierende Geld in der Region bleibt. Architekt, Vermesser und bauausführende Firma stamme alle aus dem heimischen Raum.

Moschee und Kulturzentrum

Das 1573 Quadratmeter große Moschee- und Kulturzentrum wird auf drei Etagen gebaut. Im Erdgeschoss ist ein großes Foyer geplant, in dem auch Ausstellungen stattfinden können, sowie ein Geschäft, ein Friseur und ein Reisebüro. Zum dem gibt es Räume für die Jugendlichen, die Frauen und die Senioren. Die Vision ist es unter anderem, auch den Frauen mehr Freiheiten einzuräumen. In den Räumen können beispielsweise Kochkurse und internationale Begegnungen stattfinden. In der ersten Etage ist ein trennbarer, multifunktionaler Konferenzraum sowie der Gebetsraum für die Männer geplant. In der zweiten Etage sind der Gebetsraum für die Frauen und ein Spielzimmer für die Kinder vorgesehen. Das Motto: „Wo Begegnung stattfindet“ soll also fortgesetzt werden. Wichtig ist den Verantwortlichen natürlich auch, dass das Motto Anerkennung findet und der Bau mit Spenden unterstützt wird. „Die Tür des Zentrums ist für alle offen“, betonen die Verantwortlichen und sehen das als weiteren Beitrag ihrer Integration, die auch mit Veranstaltungen wie dem Kulturfest (13. und 14. Juni 2015) und Theaterveranstaltungen gelebt wird.

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