„Individuelle Entfaltung vielen wichtiger als das Gemeinwohl“

Lennestadt/Münster..  Mit einem freundlichem „Hallo, Ihr Sauerländer“ begrüßte der Akademiedirektor Prof. Dr. Dr. Thomas Sternberg, MDL, die große Gruppe der Seniorenunion Lennestadt, die der „Grevenbrücker Junge“ vor einigen Tagen nach Münster eingeladen hatte. Nach einem Plausch bei Kaffee und Getränken konnten die Gäste zunächst die katholisch-soziale Akademie des Bistums Münster in Augenschein nehmen. Die Akademie ist eine von 24 in Deutschland.

Das besondere Steckenpferd des Akademieleiters ist die Konzeption von Ausstellungen der Gegenwartskunst, die regelmäßig im Foyer des Franz-Hitze-Hauses präsentiert werden und oft weit über Münster hinaus Beachtung finden.

Und schließlich ist der gebürtige Sauerländer lokal wie bundesweit in einer Vielzahl von Gremien und Verbänden politisch und gesellschaftlich engagiert. Im Landtag von NRW ist er zudem Abgeordneter und Mitglied der CDU-Fraktion.

Sternberg stellte heraus, dass Umfragen einen Wertewandel deutlich machen. Die überwiegende Mehrheit der Deutschen folge heute entfaltungsorientierten Leitvorstellungen. Das heißt, man kann einen allgemeinen Trend zur individuellen Entfaltung, die über die Pflichten für das Gemeinwohl gesetzt wird, feststellen.

Porf. Dr. Dr. Thomas Sternberg: „Was ich über das christliche Menschenbild und daraus resultierende christliche Gesellschaftsprinzipien gesagt habe, hat nicht unbedingt etwas zu tun mit dem Maß der Kirchenbindung in unserem Land. Untersuchungen in Deutschland haben herausgestellt, dass es trotz zurück gehender Kirchenbesucherzahlen eine breite Geltung von letztlich religiös bestimmten Werthaltungen gibt.“

Nach einem Essen in der Akademie stand der Besuch des LWL-Museums für Kunst und Kultur auf dem Programm. Der Neubau eröffnete 2014 „als angemessener und zeitgemäßer Bewahrungsort für die eigenen Sammlungen und Sonderausstellungen. Das Themenspektrum des Hauses reicht vom Mittelalter bis zur zeitgenössischen Avantgarde.“

Anschließend genoss die Gruppe die westfälische Metropole Münster mit seinem Dom, dem Rathaus mit dem Friedenssaal, dem Prinzipalmarkt und seinen einladenden Geschäften und Cafés.

Im kommenden Jahr wird die mehrtägige Fahrt der Senioren-Union ins Franz-Hitze-Haus nach Münster gehen.