In Olpe wird jede Beschwerde zum Kinderspiel

Georg Schnüttgen und Christoph Kordes stellen die neue Beschwerde-App der Olper Stadtverwaltung vor.
Georg Schnüttgen und Christoph Kordes stellen die neue Beschwerde-App der Olper Stadtverwaltung vor.
Foto: WP

Olpe..  Das „Ding“ heißt etwas sperrig: „Anregungs- und Ereignismanagement-Tool“. Griffiger wäre „Ideen- und Meckerknopf“. Unterm Strich ist es das Gleiche: Über einen neuen, gut sichtbaren Knopf auf der Internet-Startseite der Stadt Olpe (www.olpe.de) oder über eine kostenlose App auf dem Smartphone können Bürger ab sofort einfach und schnell alles melden, was ihnen in der Stadt auffällt, egal ob positiv oder negativ. Für Hauptamtsleiter Georg Schnüttgen, ist dieser neue Service „faszinierend“ und „einzigartig in der Region“.

Ein Online-Beschwerdemanagement gibt es schon lange im Olper Rathaus. Das neue „Anregungs- und Ereignismanagement“, kurz AEM, soll aber viel transparenter, effektiver, schneller und komfortabler für den Bürger sein.

In der Tat genügen nur wenige Klicks auf den gelben „AEM-Knopf“, um ein Ereignis an die Stadtverwaltung zu melden, und zwar sofort an den zustandigen Mitarbeiter. Stichwort über das Thema und den Ort des Ereignisses angeben, zum Beispiel: Schlagloch, Name und E-Mail-Adresse eintippen, absenden, fertig.

„Egal, ob eine Straßenlampe defekt ist, die Mülltonne nicht abgeholt wurde, ein Pflasterstein locker ist oder der Radweg unbefahrbar ist - mit wenigen Klicks können Sie jederzeit Anregungen und Verbesserungsvorschläge über den PC oder von unterwegs online eingeben und senden“, so Schnüttgen.

Noch effektiver als über den PC lässt sich das System mit der App einsetzen, die sich jeder kostenlos auf sein Smartphone herunterladen kann. Dann kann man ein aktuelles Foto zum Beispiel von der defekten Straßenlampe oder dem verunreinigten Bürgersteig machen und direkt ins Rathaus senden. Über die Ortung des Handys - falls diese aktiviert ist - weiß die Stadt dann sofort, wo sich der Ort des Geschehens befindet.

E-Mail für alle Absender

Nach dem Absenden der Meldung bekommt der Absender eine automatisierte Benachrichtung per E-Mail über den Eingang der Nachricht bei der Stadtverwaltung. Auf einer Google-Maps-Karte werden alle Orte der gemeldeten Ereignisse mit einem blauen Symbol, eine Art Fähnchen, markiert. Daran kann der Absender einerseits sehen, dass seine Meldung eingegangen ist, andererseits kann der Bürger erkennen, ob das Ereignis oder Ärgernis schon von einer anderen Person gemeldet wurde. „Doppelmeldungen werden hierdurch vermieden“, so Georg Schnüttgen. Im Laufe der Bearbeitung wechselt die Farbe des Fähnchens auf gelb und später auf grün, wenn zum die Beschwerde erledigt ist. Der Absender wird zudem per E-Mail auf dem Laufenden gehalten.

Und: Jeder Bürger kann über App oder Homepage sehen und verfolgen, ob und wie schnell eine Anregung oder Beschwerde bearbeitet wurde. Diese Transparenz bringt die Stadtverwaltung in Zugzwang und das ist laut Schnüttgen durchaus gewollt. „Wenn wir Beschwerden bekommen, sollten diese in der Regel in drei Tagen abgearbeitet sein“, legt der Hauptamtsleiter die Messlatte für die Bediensteten der Stadtverwaltung und insbesondere des Bauhofes fest. Die Stadt Olpe hofft nun, dass das neue Online-Angebot von den Bürgern rege genutzt wird.